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Tausende feiern Rallye-Start vor der Porta Nigra in Trier

Tausende feiern Rallye-Start vor der Porta Nigra in Trier

Die Trierer Innenstadt wird zur Motorsportarena: Mit dem Showstart vor der Porta Nigra beginnt am Donnerstagabend die ADAC Rallye Deutschland. Tausende Fans aus aller Welt verfolgen das Spektakel und jubeln für die Weltstars des Rallyesports.

Das sind wahrhaftig keine schönen Bilder. Das Fahrzeug schießt über eine Kuppe und wird von der Strecke geschleudert. Auf einen Randstreifen, auf dem Zuschauer stehen. Man sieht deutlich, wie sie versuchen, sich in Sicherheit zu bringen.
"Ich kann nicht verstehen, wieso man an einem solchen Abend diese Bilder zeigen muss", sagt eine Zuschauerin. Denn die eben geschilderte Szene läuft auf der Großbildleinwand vor der Porta Nigra ab. Sie gehört zu der Botschaft des ADAC an alle Fans und Zuschauer. Haltet euch an die Regeln, folgt den Anweisungen der Marshalls, bleibt weg aus den Sperrzonen. In einem zweiten Video appelliert der Belgier Thierry Neuville, der 2014 sensationell den Trierer Lauf gewonnen hatte, an alle Besucher der Wertungsprüfungen. Keine Experimente, keine waghalsigen Aktionen. Sicherheit hat höchste Priorität.

Meer von Menschen

Diese kurzen intensiven Momente nehmen dem Showstart jedoch nichts von seinem Festivalcharakter. Die Trierer Innenstadt ist ein Meer von Menschen, die entlang der umzäunten Strecke von der Porta Nigra über den Hauptmarkt bis zum Domfreihof auf die noch eher unbekannten Nachwuchsfahrer, das Mittelfeld der WM und die großen Stars des Rallyesports warten.

Alle wollen einen Blick auf Favoriten wie den Finnen Jari-Matti Latvala, den amtierenden Weltmeister Sébastien Ogier aus Frankreich oder den eben erwähnten Thierry Neuville werfen, der aus St. Vith stammt. Keine 100 Kilometer von Trier entfernt. Die belgischen Fans sind eine Bank.

Noch geht es nicht um schnelle Zeiten und Kurvendrifts, sondern um die Präsentation der Teams. Sie rollen mit ihren Boliden auf die Rampe vor der Porta, betonen kurz ihre Begeisterung für die Rallye und für die Strecken in der Region Trier und lassen dann kurz ihre Motoren röhren, während sie durch die Simeonstraße zum Hauptmarkt rollen. Der Showstart und die Siegerehrung am Sonntag wieder vor der Porta Nigra sind die einzigen Programmpunkte der Rallye, die der Fan umsonst besuchen kann. Die heute beginnenden Wertungsprüfungen in der Region dagegen kosten Zeit und Geld.

Vor dem Trierer Wahrzeichen sind viele Nationen vertreten. Antonia aus Estland, Sandra aus Italien, komplette Gruppen von den britischen Inseln und aus Skandinavien - für sie ist die ADAC Rallye Deutschland einer der Höhepunkte des Jahres. Wieder bildet die nach Einbruch der Dunkelheit schön illuminierte Porta Nigra einen optisch starken Hintergrund. Ein Bonus, den die Fans dem Trierer Organisationschef Manfred Kronenburg und dem Rallye-Leiter Alfred Rommelfanger verdanken.
EXTRA Promi-Faktor

Die Rallye-WM lockt auch Fußball-Prominenz nach Trier: Geschäftsführer Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking vom Bundesligisten VfL Wolfsburg besuchen am Samstag nach dem Spiel in Köln das Volkswagen Motorsport Team der Rallye-WM. red