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Teerfreie Luft für Turnhallen

Teerfreie Luft für Turnhallen

An keiner Droge sterben mehr Menschen, als an den Folgen jahrelangen Nikotin-"Genusses". Das wissen die Raucher und verantworten damit ihr Tun selbst - zumindest die erwachsenen. Im Arbeitsleben ist die Situation mittlerweile weitestgehend geregelt: In den meisten Büros herrschen klare Absprachen, so dass Nichtraucher nur wenig gestört werden.

Bei Schulen und Turnhallen sieht die Sache anders aus: Die meisten Schulen haben zwar die Qualmerei auf Höfen verboten. Raucherzimmer für die Lehrer gibt es häufig trotzdem noch. In Schulturnhallen gehören zu Vereinsturnieren am Wochenende Alkohol und Zigaretten beinahe zwingend dazu. Das bringt nicht nur eine Geruchsbelästigung für die Kinder mit sich, die Montagsmorgens in den Hallen Schulsport haben, sondern auch eine Gefährdung von deren Gesundheit durch in der Raumluft verbleibende Schadstoffe. Kinder lernen in erster Linie durch Abgucken und Nachmachen. Und zumindest in der Schule, in der der Nachwuchs die meiste Zeit verbringt, muss deswegen vorbildhaft und verantwortlich gehandelt werden. Das Rauchen in Schulen und Schulturnhallen zu verbieten, würde die Situation klären, und Kollegien und Hausmeister müssten nicht ohne Rückendeckung für rauchfreie Schulen kämpfen. Aber selbst wenn sich die politischen Gremien in der Region nicht zu einem solchen Erlass durchringen können: Rauchfreie Schulen und Veranstaltungshallen wird das bei der Bundesregierung derzeit in Arbeit befindliche Anti-Raucher-Gesetz ganz bestimmt und Gottseidank vorschreiben. c.wolff@volksfreund.de