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Telefon-Betrüger in der Region – Trierer Seniorin verliert Erspartes

Falscher Polizist ruft an : Telefon-Betrüger in der Region – Trierer Seniorin verliert Erspartes

Telefonbetrüger haben eine 82-jährige Seniorin um einen fünfstelligen Betrag gebracht. Die Täter sind laut Polizei in Trier, Konz und Idar-Oberstein aktiv. Hier gibt es Tipps zum Umgang mit solchen Anrufen und die Einzelheiten des Betrugsfalles:

Erneut haben Betrüger mit Schockanrufen versucht, zahlreiche meist betagte Bürger in Trier, Konz und Idar-Oberstein um ihr Erspartes zu bringen. Das teilte das Polizeipräsidium Trier mit. Durch eine geschickte Gesprächsführung sei es den Tätern gelungen, eine 82-jährige Triererin zur Übergabe eines niedrigen fünfstelligen Geldbetrags zu veranlassen.

Ungefähr zwei Dutzend Anrufe seien am Dienstag, 15. Dezember, bei der Polizei angezeigt worden. Jeweils um die Mittagszeit hätten die Täter bei meist betagten Seniorinnen und Senioren angerufen, sich als nahe Verwandte oder Polizeibeamte ausgegeben und  von einem schweren Verkehrsunfall berichtet. Zur Abwendung einer Strafanzeige oder Haft sei die sofortige Zahlung eines hohen Geldbetrags erforderlich.

In den meisten Fällen hätten die Angerufenen die betrügerische Absicht erkannt und  das Telefonat beendet. Eine 82-jährige Frau aus Trier sei jedoch offenbar von der vorgegebenen Notsituation so schockiert gewesen, dass sie auf die geschickte Gesprächsführung der Betrüger eingegangen sei und schließlich an einen vermeintlichen Notar einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag übergeben habe.

Ein angeblicher Polizeibeamter hatte, wie die Polizei weiter mitteilte, gegen 11.45 Uhr bei der Frau angerufen und von einem schweren Verkehrsunfall berichtet, den die Ehefrau des Enkels verursacht hätte. Um eine Haft abzuwenden, müsse ein hoher Geldbetrag gezahlt werden. Schließlich habe der falsche Polizist einen Notar zur Abholung des Geldes angekündigt.

Die 82-Jährige habe den Betrag an den Mann übergeben.

Täterebeschreibung:  Der Mann, der das Geld an der Haustür der Seniorin abholte,  hatte laut Polizei schwarze Haare und war mit einem grünlichen Parka bekleidet. Der Mann habe eine Brille getragen sowie einen Mundschutz. Er habe mit einem ausländischen, offenbar südländischen Akzent gesprochen.

Die Polizei warnt erneut vor dieser Masche und gibt folgende Tipps: Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Im Zweifel wählen Sie den Polizeinotruf 110. Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Weitere Infos im Internet unter http://s.rlp.de/betuppen