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"Teure Reisen sehr bedenklich"

"Teure Reisen sehr bedenklich"

TRIER. Die UBM-Stadtratsfraktion hält große Stücke auf die Städtepartnerschaften – aber teure Repräsentationsreisen wie jüngst die einer Trierer Delegation nach Nagaoka lehnt sie entschieden ab. "Das ist angesichts der städtischen Finanzlage nicht zu verantworten", sagt Fraktionschef Manfred Maximini.

Eine Woche lang hielt sich kürzlich eine Abordnung aus Trier mit Oberbürgermeister Helmut Schröer an der Spitze und Vertretern der Stadtratsfraktionen in Nagaoka (Japan) auf, um die achte Partnerschaft der Stadt Trier mit einer anderen Kommune zu besiegeln (der TV berichtete). Die Reise hat dem Vernehmen nach 9000 Euro gekostet. "Grundsätzlich begrüßt auch die UBM die Pflege von Städtepartnerschaften", kommentiert UBM-Fraktionschef Manfred Maximini. Er äußert jedoch aus finanziellen Gründen "erhebliche Bedenken" gegen Repräsentationsreisen mit Mandatsträgern. Maximini: "Wenn angesichts der städtischen Finanzlage das Geld schon nicht ausreicht, die bestehenden Partnerschaften entsprechend den Vereinbarungen zu pflegen, dann ist es mehr als bedenklich, neue Verträge zu schließen, die ja auch mit Geldausgaben verbunden sind." Die UBM lobt die Arbeit der 2001 gegründeten Deutsch-Japanischen Gesellschaft, durch die der Kontakt zwischen Bürgern von Nagaoka und Trier intensiviert worden sei. Nach Ansicht der Freien Wähler hätte jedoch "der seit 1995 bestehende Freundschaftsvertrag ausgereicht", eine neue Städtepartnerschaft sei nicht notwendig gewesen.Hoffen auf vielfältige Kontakte

Manfred Maximini verweist darauf, dass die UBM zwar wie der Stadtvorstand und die anderen Fraktionen im Stadtrat die neue Städtepartnerschaft mehrheitlich abgesegnet, jedoch von Anfang an deutlich gemacht habe, dass sie sich an der Reise nach Japan nicht beteiligen werde. Nachdem die Städtepartnerschaft nun besiegelt sei, "hoffen wir, dass daraus Vertrauen und Freundschaft erwachsen und Jugendaustausch, kulturelle und sportliche Zusammenarbeit sowie Wirtschafts- und Wissenschaftskontakte kein Wunschtraum bleiben".