Theater plant Benefiz-Matinee

Theater plant Benefiz-Matinee

TRIER/WEIMAR. (red) Als Zeichen der Solidarität mit allen Kulturschaffenden und Kulturfreunden in der Partnerstadt Weimar plant das Trierer Theater eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Wiederaufbaus der zerstörten Anna-Amalia-Bibliothek.

Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink und Theaterintendant Gerhard Weber erklärten, dass eine anspruchsvolle Matinee an einem Sonntag im November vereinbart worden sei. "Wir fühlen uns mit Weimar verbunden und möchten unseren Freunden in der Klassikerstadt symbolhaft übermitteln, dass auch uns dieser folgenschwere Brand erschüttert hat", sagte Holkenbrink. Zugleich wolle man einen aktiven Beitrag zur Wiederherstellung der einzigartigen Bibliothek leisten, auch wenn dieser zwangsläufig nur in einem bescheidenen Ausmaß ausfallen könne. Oberbürgermeister Helmut Schröer hatte kurz nach dem Brand mit Weimars Oberbürgermeister Volkhard Germer telefoniert und seinem Amtskollegen die Betroffenheit der Trierer über das Unglück übermittelt. Der Leiter des Trierer Hochbauamts Michael Strobel stellte fest, dass eine Katastrophe ähnlichen Ausmaßes wie in Weimar in der Stadtbibliothek Trier wegen des moderneren Baumaterials - Beton statt Holz - nahezu unmöglich sei. Im Magazin der Bücherei würden ausschließlich Regale aus Metall verwendet. In der 1957 fertiggestellten Stadtbibliothek an der Weberbach lagern rund 400 000 Bücher und 3,5 Regalkilometer an wertvollem Archivmaterial. Bei der Generalsanierung der Bibliothek ab 1998 wurde deshalb großer Wert auf eine moderne Brandschutztechnik gelegt. "Wir haben uns für eine Sprühnebel-Anlage entschieden", erläutert Hochbauamtschef Strobel. "Wenn ein Rauchmelder Alarm schlägt und gleichzeitig die Temperatur über 72 Grad steigt, orte das System automatisch den Brandherd. Mit einem Druck von 120 bar werde dann aus einer Düse Wassernebel versprüht.