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Thomas Roth über die Amokfahrt in Trier und der Blick nach vorne

Editorial : Es geht um den Blick nach vorne

Die Amokfahrt vom 1. Dezember hat Trier und die ganze Region geschockt. Manche Fragen können wohl nie beantwortet werden, andere stellen sich gerade. Wir blicken auf Städte, die ebenfalls unfassbare Taten erlebten - und darauf, wie sie damit umgegangen sind und umgehen.

Der 1. Dezember 2020 hat Trier verändert. Fünf Menschen wurden Opfer einer immer noch unerklärlichen Tat. Noch ist nicht entschieden, wie dieser fünf Menschen gedacht wird, die eines verband: Sie waren in der Fußgängerzone unterwegs. Einem Ort, der zuvor einer der sichersten der Stadt war.

Es ist gut, dass sich die Verantwortlichen Zeit nehmen, um Ideen zu sammeln. Und es ist vorbildlich, dass bei der Entscheidung die Angehörigen der Opfer ihre Ansichten einbringen sollen. Einfach wird dies dennoch nicht: Trauern, Erinnern, Verarbeiten – das funktioniert nicht einheitlich, jeder muss seinen Weg dafür finden.

Wir wollen beschreiben, wie andere Städte mit entsetzlichen Taten umgegangen sind und vor allem, wie die Menschen vor Ort reagiert und sich möglicherweise verändert haben. Bei allem Wissen um die Nicht-Vergleichbarkeit solcher Texte und Taten lassen wir Autoren schreiben, die teils mit Trier verbunden sind, teils nicht. Zum Start geht es nach Münster, in den nächsten Wochen unter anderem nach Berlin, München und Hanau. In diesem Sinne wollen wir nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorne blicken.

Teil 1 mit dem persönlichen Blick eines früheren Trierers, der mittlerweile in Münster lebt, finden Sie hier.