Ticketpreise für Bus und Regional-Bahn steigen

Ticketpreise für Bus und Regional-Bahn steigen

Zum 1. Januar 2010 steigen die Ticketpreise der Verkehrsbetriebe der Region um 2,8 Prozent. Die Verbandsversammlung des VRT-Zweckverbands hat dem am Donnerstagabend zugestimmt.

Trier/Region. (woc) Die Preiserhöhung bei den 17 im VRT zusammengeschlossenen Verkehrsbetrieben der Region sei die niedrigste seit über fünf Jahren, teilte der Verkehrsverbund am Freitag mit. Allerdings waren erst im Januar die Ticketpreise um den Rekordwert von 5,6 Prozent angehoben worden. Die Preiserhöhung sei notwendig, um die erneut gestiegenen Kosten zu decken. Die Erhöhung orientiert sich an einem speziell auf Verkehrsbetriebe ausgerichteten Preis-Index des Statistischen Bundesamtes. Im Kooperationsvertrag der Verkehrsbetriebe und der Kommunen ist die Abhängigkeit der Ticketpreise von diesem Index vereinbart.

In der Verbandsversammlung des ART-Zweckverbandes stimmten am Donnerstagabend die Vertreter der vier Kreistage (Eifelkreis Bitburg-Prüm, Kreis Bernkastel-Wittlich, Kreis Trier-Saarburg, Landkreis Vulkaneifel) der Preiserhöhung zu, die Vertreter des Trierer Stadtrats lehnten ab. "Wir hätten gerne über eine alternative, kreative Preisgestaltung nachgedacht, etwa über 12er-Fahrkarten zum Preis einer Zehnerkarte", erklärte die Trie rer Fraktionsvorsitzende der Grünen, Anja Matatko. So hätten möglicherweise zusätzliche Fahrgäste gewonnen und die allgemeine Preissteigerung durch mehr Ticketverkäufe ausgeglichen werden können. Auch Rainer Lehnart von der Trierer SPD betonte, dass die Stadt die Erhöhung nicht schlicht ablehne. "Aber wir hatten schon im vorigen Jahr gefordert, frühzeitig in die Preisgestaltung eingebunden zu werden."

Bislang sei es nicht gelungen, gestiegene Kosten durch die Gewinnung von zusätzlichen Kunden auszugleichen, sagte Frank Birkhäuer, Geschäftsführer der Verkehrsmanagement- und Servicegesellschaft, in der die Verkehrsbetriebe außerhalb des VRT zusammengeschlossen sind. "Hätte die Versammlung die Preiserhöhung abgelehnt, hätten die Kommunen Defizite, die den Verkehrsbetrieben dadurch entstünden, aus eigener Kasse ausgleichen müssen." Birkhäuer, der auch Chef der Verkehrsbetriebe bei den Trierer Stadtwerken ist, merkte weiter an, dass die jährlichen Lohnsteigerungen - zurzeit fordern die Busfahrer acht Prozent mehr Gehalt - in die Ticketpreise einfließen müssen. "Irgendwie müssen die Löhne ja bezahlt werden."