"Tierisch verliebt" zur besten Sendezeit

"Tierisch verliebt" zur besten Sendezeit

Was lange währt, soll bald endlich gut werden. Der 2007 an der Mittelmosel gedrehte Film "Tierisch verliebt" kommt im Herbst auf die Mattscheibe. Die Touristiker hoffen auf zahlreiche "Film-Urlauber", Stadtbürgermeister Wolfgang Port schmiedet bereits Pläne.

Bernkastel-Kues. (tol) Die Mosel, Bernkastel-Kues und andere Orte der Region dienten dem Münchner Produzenten "Burkert Bareiss" 2007 als Film-Kulisse. Das Unternehmen Degeto - bei den öffentlich-rechtlichen Sendern für Filmeinkauf und Lizenzbeschaffung zuständig - hatte eine Liebesgeschichte bestellt. Innnerhalb weniger Wochen waren die Szenen damals im Kasten.

Die Erstausstrahlung sollte bereits 2008 über die Bühne gehen, doch der angepeilte Termin platzte. Nun aber dürfte es endlich so weit sein. Noch in diesem Herbst soll das Ergebnis der Dreharbeiten zur besten Sendezeit ("Primetime") um 20.15 Uhr im Ersten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt werden. Termin ist Freitag, 25. September. Das erklärte eine Sprecherin der Degeto im Gespräch mit unserer Zeitung.

Stadtbürgermeister Wolfgang Port erfuhr davon durch den TV. Er ist glücklich und schmiedet bereits erste Pläne: Eine Liveübertragung mit Großbild-Leinwand ("Public Viewing") auf dem Karlsbader Platz möchte er organisieren. Das würde prima funktionieren, weil es Ende September abends schon dunkel sei. Port will sich außerdem über Marketing-Aktionen Gedanken machen, mit denen die Ausstrahlung in der Sendewoche begleitet werden kann. Denkbar sind Anzeigen oder eine kleine Kampagne.

Hoteliers und Gastronomen erhoffen sich neue Impulse für den Mosel-Tourismus. Port sprach in diesem Kontext bereits über die südenglische Region Cornwall, wo ähnliche Filme (Marke "Rosamunde Pilcher") seit Beginn des Jahrzehnts einen regelrechten "Besucherboom" ausgelöst hatten.

Für die Mosel-Region ist ein derartiger Ansturm zwar nicht zu erwarten, dennoch sollte der enorme Werbe-Effekt nicht unterschätzt werden. Dass der Film die Marke von drei Millionen Zuschauern knacken wird, gilt als sicher. Diese Zahl - und die relative Einschaltquote - bestimmt beim Fernsehen über Tops und Flops. Davon hängt schließlich auch ab, ob ein solches Projekt wiederholt wird.

Neben professionellen Schauspielern standen für den Bernkastel-Kueser Streifen auch zahlreiche Laien aus der Region vor der Kamera. Der prominenteste unter ihnen ist der echte Stadtbürgermeister. Port spielt sich allerdings nicht selbst, er übernimmt lediglich eine Komparsenrolle.

Mehr von Volksfreund