TIERSCHUTZ

Zum Bericht "Tiere und Akrobaten als Stars in der Manege" (TV vom 24. Dezember):

Helmut Leiendeckers zustimmende Begeisterung im TV für den Trierer Weihnachtscircus macht mich betroffen. Seit vielen Jahren verfolge ich interessiert sein persönliches Engagement bezüglich sozialer Projekte. Sein Einsatz in zahlreichen Benefiz-Veranstaltungen hat mir stets den Eindruck vermittelt, dass er "Herz hat". Beschränkt sich dies ausschließlich auf die menschliche Kreatur? Wo bleibt sein Herz für Tiere? Wildtiere können in einem Zirkus niemals artgerecht leben. Aktionsradien von zweistelligen Kilometerstrecken, die für viele Wildtiere zu ihrem ganz normalen Tagesablauf gehören, werden hier ersetzt durch Käfigwagen und Dressur. Namhafte Tierrechtsorganisationen kämpfen seit Jahren mit wissenschaftlich fundierter Unterstützung (zum Beispiel durch die Bundestierärztekammer) gegen die Haltung von Wildtieren im Zirkus. Nicht umsonst haben bereits allein in Europa mehr als zehn Länder ein Wildtierverbot im Zirkus gesetzlich geregelt. Es dürfte lediglich eine Frage der Zeit sein, dass Deutschland sich dem anschließt. Edgar Utschick, Trier