Tod im Parkhaus: Prozessauftakt in Trier - Angeklagter: „Ich habe nichts Böses im Schilde geführt“

Tod im Parkhaus: Prozessauftakt in Trier - Angeklagter: „Ich habe nichts Böses im Schilde geführt“

Ein 56-jähriger aus Trier muss sich seit heute vor dem Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Er ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft der Täter, der Ende August im Parkhaus des Alleencenters mit einem fremden Auto losfuhr und dabei die 74-jährige Besitzerin tödlich verletzte.

Nach der Eröffnung des Verfahrens durch die Vorsitzende Richterin Petra Schmitz gab Verteidiger Otmar Schaffarczyk im Namen seines Mandanten, der sich vorerst weder zu seiner Person noch zum Tatvorwurf äußern will, eine Erklärung ab. Darin heißt es: "Das Leben spielt manchmal tragische und unglückliche Rollen. Ich bedaure sehr, was geschehen ist, und kann es auch nicht verstehen. Ich habe nichts Böses im Schilde geführt." Diese Erklärung sei keinesfalls ein Geständnis, betonte Schaffarczyk später im Gespräch mit dem TV.

In der Vernehmung durch die Polizei hat der Angeklagte erklärt, er habe sich erst in das Auto gesetzt, als das Opfer bereits verletzt am Boden lag. Warum sich der nicht vorbestrafte Mann, der als Beruf Lagerarbeiter und Kraftfahrer angegeben hat, überhaupt in das Auto gesetzt hat, ist weiterhin ein Rätsel.

Richterin Schmitz musste den ersten Prozesstag nach 20 Minuten beenden und die Verhandlung vertagen, denn die psychiatrische Sachverständige war nicht anwesend. Der nächste Termin ist der 27. Februar. Ob der Angeklagte dann aussagen will, steht noch nicht fest.