1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Todesschuss im Trierer Kleingarten: Siebeneinhalb Jahre Haft für den Angeklagten

Todesschuss im Trierer Kleingarten: Siebeneinhalb Jahre Haft für den Angeklagten

Das Landgericht Trier hat am Dienstagnachmittag einen 61-jährigen Trierer wegen Totschlags und unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Todesschuss im Trierer Kleingarten: Siebeneinhalb Jahre Haft für den Angeklagten
Foto: Friedemann Vetter
Todesschuss im Trierer Kleingarten: Siebeneinhalb Jahre Haft für den Angeklagten
Foto: Friedemann Vetter


Der Mann hat nach Überzeugung des Gerichts mit einem Kleinkalibergewehr auf seinen Grundstücksnachbarn in der Kleingartenanlage Vor Plein geschossen, mit dem er seit Jahren in erbittertem Streit lag. Der 68-jährige Nachbar wurde in die Brust getroffen und starb noch vor Ort. Der Angeklagte verteidigte sich mit der Darstellung, er habe dem Nachbarn nur drohen wollen und den Schuss nicht bewusst und vorsätzlich ausgelöst. Das Gericht glaubte ihm nicht: "Der Angeklagte hat den Tod seines Nachbarn nicht unbedingt gewollt und auch nicht geplant", sagte die Vorsitzende Richterin Petra Schmitz in der Urteilsbegründung. "Aber er hat ihm in die Brust geschossen und dabei auch tödliche Verletzungen in Kauf genommen." Gegen das urteil kann der Angeklagte Revision einlegen. Ob er das tun wird, ist noch nicht bekannt. Ein ausführlicher Bericht folgt. (jp)