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Totschlagsprozess in Trier - Angeklagter verweigert Aussage

Totschlagsprozess in Trier - Angeklagter verweigert Aussage

Vor der ersten Schwurgerichtskammer des Landgerichts Trier hat heute früh der Prozess gegen einen 33-jährigen Asylbegehrenden aus Syrien begonnen. Er soll seine Frau in einer Trierer Flüchtlingsunterkunft erschlagen haben. Der Angeklagte wollte sich bei Prozessbeginn nicht zu den Vorwürfen äußern.

Der Mann soll im August 2015 in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehende in Trier-Nord vor den Augen der drei kleinen Söhne im Streit mit einem Tischbein mehrfach derart massiv auf den Kopf seiner Frau eingeschlagen haben, dass sie an diesen Verletzungen gestorben ist.

Zum Prozessauftakt teilte der Angeklagte mit, dass er sich nicht zu den Vorwürfen und seinem Lebenslauf äußern werde.

Dem gelernten Betonbauer aus dem Nord-Osten von Syrien ist ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Ein vereidigter Dolmetscher übersetzt alles, was im Gerichtssaal gesprochen wird. Am ersten Prozesstag stehen ausschießlich Polizisten im Zeugenstand, die im Sommer am Tatort waren oder an den Ermittlungen beteiligt sind. Die Kinder befinden sich in Obhut des Jugendamtes.

Dem Mann drohen zwischen 5 und 15 Jahren Haft. Auch ein psychologischer Gutachter verfolgt den Prozess.