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Treffpunkt für 50 Kinder und Jugendliche

Treffpunkt für 50 Kinder und Jugendliche

In der TV-Serie über die kommunale Jugendarbeit in der Verbandsgemeinde Ruwer hat sich der Trierische Volksfreund dieses Mal in Farschweiler umgehört. Auffällig hier: Teenager wie Gemeinde sind mit der derzeitigen Situation hoch zufrieden.

Farschweiler. Der von der Gemeinde in Farschweiler zur Verfügung gestellte Jugendraum im Keller des Bürgerhauses lohnt sich. Mehrmals die Woche treffen sich hier bis zu 50 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren. Auch Teenager aus den umliegenden Dörfern sind öfter mal mit dabei. Zwischen den kreativ mit viel Fantasie und Farbe gestalteten Wänden wird dann gemütlich auf Sofas rumgelümmelt, Musik gehört, Computer gespielt und Pizza aufgewärmt. Auch ein Verantwortlicher ist immer mit dabei, wenn sich die katholische Jugendgruppe trifft.
Derzeit leiten Dominik Weber (17) und Patrick Kohl (28) den Jugendraum. Sie berichten von ihrem guten Verhältnis zur Ortsbürgermeisterin und zu ihrem Ort im Allgemeinen: "Die Gemeinde tut echt viel für uns", sagt Dominik Weber. "Wenn es Probleme gibt, helfen die uns immer, eine Lösung zu finden."
So erzählt Franziska Braun (16), dass es zwar selten vorkomme, aber dennoch schon mal passiert, dass eine Party im Jugendraum ausartet. "Für den Fall haben wir eine Notfallliste mit den Namen und Telefonnummern unserer Dorfoberhäupter und von manchen Eltern. Die kommen uns dann sofort helfen."
Die Jugend habe schon einiges geleistet, sagt Patrick Kohl. "Wir haben zum Beispiel die Terasse beim Bürgerhaus selbst gepflastert, und auch sonst sind wir wieder viel mehr als früher in die Gemeinde integriert." Ob an der Kirmes, an St. Martin, an Nikolaus oder beim Weihnachtsmarkt - die Farschweilerer Teenager machen beim Dorfgeschehen mit. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche und Erwachsene wieder mehr zusammenzubringen.
Allgemein sei die Bereitschaft der Leute im Dorf, die Jugend zu unterstüzen, sehr groß, berichten die Teenager. So stehen jetzt auch Ausflüge in Freizeitparks, gemeinsame Grillabende und Schwimmbadbesuche fest auf dem organisierten Jugendprogramm in Farschweiler.
Ortsbürgermeisterin Silke Bigge beschreibt das Verhältnis Gemeinde/Jugend als sehr kommunikativ. "Ich bin sehr stolz auf unsere Jugendarbeit", sagt sie. "Es wurde schon viel auf die Beine gestellt, und wir haben noch viel vor." Demnächst soll entschieden werden, ob der kleinere Raum, der derzeit noch als Getränkelager genutzt wird, eventuell in ein gemütliches Fernsehzimmer verwandeln werden kann.
Auch soll wieder frisch gestrichen werden. Und Gedanken darüber, wie man wieder an neue Sofas und Barhocker kommt, machen sich die Jugendlichen außerdem.