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Tresterbraten, Gemütlichkeit und edle Tropfen

Tresterbraten, Gemütlichkeit und edle Tropfen

Das Thörnicher Weinhöfefest ist bekannt für Weingüter, die ihren Gästen Gemütlichkeit und edle Tropfen bieten. Damit locken die Winzer seit bald 30 Jahren jährlich 5000 bis 6000 Besucher.

Thörnich. Aus den Küchen duften Tresterbraten und Rinderrouladen, und auf den Tellern dampfen Flammkuchen und "Weinbergsspatzen", eine Mehlspeise. Dazu lassen sich die Gäste die beim Thörnicher Weinhöfefest eingeschenkten Weine schmecken. Über die Geschmacksnerven kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Bei Besuchern aus Udelfangen (Trierweiler) könnte die Stimmung jedenfalls nicht besser sein. "Wir kommen seit Jahren hierher, dieses Mal mit 30 Leuten", erzählt Willi Johanns. Es gefalle ihnen einfach gut, lobt er "den guten Wein und die schöne Gesellschaft". 20 Leute aus Saarbrücken und dem Ruhrgebiet freuen sich darauf besonders. "Wir haben eine schöne Tour durch die Weinberge gemacht - das war herrlich", schwärmt Roger Stier. Redlich verdient haben sich ihr Gläschen Wein auch Paare aus dem Rhein-Main-Gebiet. Die Wanderung über den Ritsch-Klettersteig sei super gewesen, sagen Volker und Angela Schüler sowie Peter und Angela Hübner. In Thörnich gefällt ihnen "das ganze Flair", das auch Ellen Mathias aus Ottweiler seit mehr als zehn Jahren lockt.
Die Winzer der elf beteiligten Weingüter sind zufrieden. Das Fest sei sehr gut gelaufen, sagt Hans-Josef Loewen, dem wie auch Kollegen gegen Ende das Essen ausging, was ja ein gutes Zeichen sei.
Das Publikum, darunter viele Niederländer, Belgier und Saarländer, sei immer bunt gemischt. Gäste aus Bayern hätten sogar in ihrer Tracht mitgefeiert.
Die Weinpässe, die motivieren, in jedem Weingut einzukehren und sich das per Stempel belegen zu lassen, zeugten vom großen Einzugsgebiet des Festes.
Während Loewen seit 23 Jahren dabei ist, zählt Winzer Josef Longen zu den Initiatoren des inzwischen 28. Weinhöfefestes. Damals hätten vier Betriebe mitgemacht, aber schon ein Jahr danach zehn. Dabei sei das Fest "aus der Not geboren, weil es kein Zeltfest mehr gab".
Heute rechneten sie über das Wochenende immer mit 5000 bis 6000 Besuchern. Dieses Jahr bewege sich die Besucherzahl an der oberen Grenze.
"Die Leute, die mal hier waren, kommen immer wieder", nennt Longen dänische Stammgäste. Sie schätzten "das gemütliche und immer etwas andere Flair" der Betriebe. urs