Trier bekommt ein eigenes Musikvideo

Kultur : Trier bekommt ein eigenes Musikvideo

Drei junge Musiker widmen der größten Stadt in der Region einen Song. Beim Clip dazu machen unter anderem Eintracht Trier, die Gladiators und Schauspieler Helmut Leiendecker mit. Auch der Volksfreund spielt eine Rolle.

Trier Eine Stadt, ein Song. Unter dem Hashtag #trierdubistmeinzuhause tauchen seit ein paar Wochen Videos auf Facebook auf, die unter anderem Ausschnitte aus dem Dreh eines Musivideos zu einem Song über die Stadt Trier zeigen. Doch wer steckt dahinter?

Rene Reissig ist bekannt durch Benefizaktionen wie „Bruno Bear“ – eine Plüschfigur, durch den Spenden für die Kinderkrebsstation in Trier gesammelt werden. Reissig hatte die Idee für einen Song über Trier, nachdem er das Werbevideo einer anderen Stadt auf Facebook gesehen hatte. „So etwas muss es auch für Trier geben. Aber unser Musikvideo soll ganz speziell werden“, sagt der Initiator im Gespräch mit dem TV. Um seine Idee musikalisch realisieren zu können, sind der Rapper CaNo und die Sängerin Rebecca Kiefer dazugestoßen, mit denen Reissig den Text für den Song schrieb und das Konzept für das Musikvideo erarbeitete.

CaNo, der aktuell sein erstes Album produziert, rappt die Strophen, während Rebecca Kiefer, die seit einiger Zeit in und um Trier Musik macht, den Refrain singt. Als Instrumental dient ein sogenannter Free-Track aus dem Internet, der einen klassischen Hip-Hop-Beat mit modernem Hip Hop mischt. Bei dem Free-Track handelt es sich um einen vorgefertigten, rein instrumentalen Song, der kostenfrei aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Die Gesangsparts wurden im Aufnahmestudio der in Trier ansässigen Soundgesellschaft von Julian Langer aufgenommen. Für die Dreharbeiten, die aktuell in vollem Gange sind, ist das Studio 54 unter der Leitung von Matthias Schmitt verantwortlich.

Im Video werden verschiedenste Trierer Sehenswürdigkeiten zu sehen sein, wie beispielsweise die Porta Nigra, der Hauptmarkt, aber auch das Trierer Nachtleben. Passend dazu feiert der Song am Samstag, 24. November, musikalische Premiere im Club Metropolis (Hindenburgstraße). Rebecca, CaNo und Rene dürfen dann „Trier du bist mein Zuhause“ im Vorprogramm von Pietro Lombardi (2011 Gewinner der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“) performen.

Im Video werden auch Trierer Vereine wie die Eintracht, die Miezen oder die Gladiators dabei sein. Natürlich dürfen bekannte Persönlichkeiten der Stadt nicht fehlen. So wirkt beispielsweise Urgestein Helmut Leiendecker sowohl beim Song als auch im Musikvideo mit. Auch der Trierische Volksfreund bekommt seinen Platz im Clip: Hierfür soll mit Leiendecker in Kürze eine Szene in der Redaktion gedreht werden.

Im fertigen Video werden 20 bis 30 Komparsen zu sehen sein, mit denen das Team bereits einige Szenen in Trierer Lokalen wie dem Derwisch Kebap Haus, dem Eiscafé Calchera oder dem Bitburger Wirtshaus gedreht hat. Freiwillige, die Lust haben, beim Video mitzuwirken, können sich bei Rene Reissig über dessen Facebook-Seite melden.

Die Kosten für die Produktion tragen die Initiatoren selbst. Sie gehen davon aus, dass der Betrag sich im unteren viertstelligen Bereich bewegen wird. Man wolle Trier etwas zurückgeben, sind sich die Drei einig. „Es ist wichtig, nicht immer nur sein eigenes Ding zu machen, sondern auch andere Menschen mit einzubeziehen.

Deshalb wollen wir möglichst viele Trierer dabei haben“, sagt Rebecca Kiefer. CaNo fügt hinzu: „Musik ist Leidenschaft. Wir wollen mit unserem Song etwas über Trier erzählen, das über die Stadt hinaus zeigt, wie schön es hier ist.“ Und genau das ist auch ein Punkt, der Rene am Herzen liegt: „Wir wollen den Menschen von außerhalb zeigen, was Trier alles zu bieten hat und das man hier unfassbar viel erleben kann.“

Das Musikvideo soll im Februar oder März 2019 erscheinen und wird auf allen gängingen Plattformen wie YouTube und Facebook zu sehen sein. Der Song wird auf Internet-Streamingdiensten wie Spotify, iTunes und Amazon Music veröffentlicht. Online haben die Macher schon viel Lob für ihre Arbeit erhalten, und vielleicht bekommen sie im nächsten Jahr etwas für ihr Engagement zurück. Erste Anfragen für Live-Auftritte haben Rene, Rebecca und CaNo bereits erhalten.

Mehr von Volksfreund