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Trier besiegelt Städtepartnerschaft mit Xiamen

Trier besiegelt Städtepartnerschaft mit Xiamen

Die Stadt Trier hat am Donnerstag eine Städtepartnerschaft mit der chinesischen Stadt Xiamen besiegelt. Eine entsprechende Urkunde wurde in einer feierlichen Stadtratssitzung vom Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) und seinem Amtskollegen Cangzhou Zhan unterzeichnet.

Trier ist seit vier Jahren in einem Freundschaftsabkommen mit der 2,5-Millionen-Stadt im Südosten der Volksrepublik China verbunden. Anfang 2009 hatte der Trierer Stadtrat beschlossen, eine offizielle Partnerschaft mit Xiamen einzugehen.

Vor der Unterzeichnung war ein gutes Dutzend Anhänger von Menschenrechtsgruppen und Sozialverbänden zu einer Mahnwache vor dem Trierer Rathaus zusammengekommen. „Die Städtepartnerschaft muss die Frage der Menschenrechte in China aktiv angehen“, sagte Fabian Jellonnek vom Multikulturellen Zentrum Trier.

Xiamen liegt in der Provinz Fujian, die mit Rheinland-Pfalz seit gut 20 Jahren eine Partnerschaft unterhält. Der offizielle Akt in Trier war zuvor zweimal verschoben worden, weil die chinesische Delegation nicht anreisen konnte: Im April wegen des Vulkanausbruchs in Island und im September wegen Taifunen in China. Am Mittwochabend hatte die fünfköpfige Delegation noch das Geburtshauses von Karl Marx (1818-1883) in Trier besucht. In Rheinland-Pfalz hat zudem noch Neustadt an der Weinstraße eine Partnerschaft mit einer chinesischen Stadt: seit 1995 mit Quanzhou.(dpa)