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Trier: Brände im Bauwagen und im Gartenhaus vermutlich Brandstiftung

Trier: Brände im Bauwagen und im Gartenhaus vermutlich Brandstiftung

Die beiden Brände in Trier-Euren und Trier-West am Wochenende sind offenbar von Brandstiftern gelegt worden. Das hat die Polizei heute mitgeteilt. Ob es einen Zusammenhang gibt, ist noch offen.


Eine offensichtliche Brandstiftung war laut Polizei Ursache für ein Feuer am Freitag, 17. Dezember, 3.42 Uhr, in der Udostraße in Trier-Euren (volksfreund.de berichtete). Unbekannte hatten einen dort abgestellten Bauwagen durch das Anzünden von brandfähigem Material von außen in Brand gesetzt. Der Bauwagen brannte nieder, und die Flammen griffen auf die isolierte Fassade des angrenzenden Gebäudes über.

Durch Löschversuche der Eigentümer und den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass die Fassade des Hauses gänzlich Feuer fing und ein größerer Gebäudeschaden entstand. Menschen wurden nicht verletzt, der Sachschaden dürfte mehr als 15.000 Euro betragen.

Von einer weiteren vorsätzlichen Brandstiftung gehen die Ermittler bei einem Feuer in der Gneisenaustraße in Trier-West aus. In der Nacht zum heutigen Montag, 19. Dezember brannte hier gegen 3.54 Uhr ein Gartenhaus vollständig nieder. Da der Eigentümer das Gartenhaus länger nicht genutzt hatte und ein technischer Defekt als Ursache ausscheiden dürfte, vermutet die Polizei, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Auch hier kamen glücklicherweise keine Menschen zu Schaden.

Ob ein Tatzusammenhang besteht, wird derzeit durch die ermittelnde Kriminalpolizei überprüft.

Zeugen der Brände oder Menschen, die verdächtige Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06512 / 9779-2290 oder -2216 mit der Kriminalpolizei in Trier in Verbindung zu setzen.

Brandstiftungen in Trierer Kleingärten gibt es nicht zum ersten Mal in diesem Jahr. Bereits im April gab es eine Serie von drei Bränden, die Kleingärtner in höchste Alarmbereitschaft versetzten. Die Polizei ging auch damals von Brandstiftung aus und schloss nicht aus, dass es sich um einen Serientäter handelte. Damals hatte ein Brand in einer Kleingartenanlage in Trier-Zewen zunächst einen Wohnwagen und ein Gartenhaus zerstört. Wenige Tage später brantte dann ein Gartenhaus mit einem Geräteunterstand in Olewig. Hinzu kam ein weiterer Fall von versuchter Brandstiftung, der sich an einem zwischen Euren und Zewen abgestellten, schon länger nicht mehr benutzten Wohnwagen abgespielt haben sollte. Dort hatten der oder die Täter offenbar versucht, das Gefährt mit einem Feueranzünder in Brand zu setzen, den sie in den normalerweise für Gasflaschen vorgesehenen, in diesem Fall aber leeren Versorgungskasten legten. Der brennende Anzünder richtete aber keinen größeren Schaden an.

Eine ganze Serie von Gartenhausbränden hatte es auch im Juli und November 2015 schon gegeben in Zewen, Trier-West und auf dem Petrisberg. Die Brände wurden bisher nur selten aufgeklärt. Ausnahme: Bei einem Gartenhausbrand im August in Trier-Kürenz, bei dem gleich zwei Gartenhäuser abgebrannt waren, stellte sich als Ursache ein technischer Defekt heraus, wie die Brandermittler der Polizei herausfanden. Beide Häuser wurden so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden mussten.