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Trier bringt sich in Medizinerausbildung ein

Bildung : Trier bringt sich in Medizinerausbildung ein

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Wissenschaftsminister Konrad Wolf wollen die Medizinerausbildung regionalisieren und haben dabei auch den Standort Trier im Blick. Oberbürgermeister Wolfram Leibe sieht die Stadt auf einem guten Weg zur Gründung einer sogenannten Medical School.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Konrad Wolf haben erklärt, wie das Medizinstudium im Land weiterentwickelt, Ausbildungskapazitäten erhöht und die Medizinerausbildung organisiert werden soll. Die Ministerien teilten mit, dass „die regionalisierte Medizinerausbildung ein guter Ansatz ist, um die ländlichen Regionen in Rheinland-Pfalz auch in Zukunft gut versorgen zu können. Noch innerhalb der ersten Jahreshälfte 2018 sollen die nächsten Schritte gemeinsam mit den möglichen Kooperationspartnern in Trier und Koblenz konkretisiert werden."

Aus Sicht von Oberbürgermeister Wolfram Leibe sind das wichtige Bausteine für das Konzept der „Medical School Trier (MST)“, das von der Stadt Trier initiiert wurde und mit den Krankenhäusern, der Bezirksärztekammer Trier und der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz weiterentwickelt werden soll. Das Medizinstudium der Universitätsmedizin Mainz könnte beispielsweise in Teilen in Kooperation mit einer solchen Medical School Trier und den lokalen Krankenhäusern absolviert werden, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

Johannes Weinand vom verantwortlichen Amt für Stadtentwicklung und Statistik weist darauf hin, dass in einem nächsten Schritt nach Abstimmung mit dem Land, der Universitätsmedizin Mainz und der Einbindung der Hochschulen am Standort Trier eine Machbarkeitsuntersuchung die inhaltliche, organisatorische, rechtliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit aufzeigen soll. Neben der Regionalisierung der akademischen Medizinerausbildung könnte es auch um die akademische und nicht-akademische Weiterbildung und die Forschung gehen.

Oberbürgermeister Leibe sieht nach eigener Aussage mit der Erklärung der beiden Landesministerien eine gute Chance, in 2018 die Ziele des Landes mit den Projektüberlegungen des Standorts Trier in eine gemeinsame Umsetzung zu führen.

(red)