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Trier: Bus- und Bahnfahren im VRT wird teurer​

VRT : Bus- und Bahnfahren in der Region wird teurer

Die Fahrkarten für den Nahverkehr in der Region werden im kommenden Jahr spürbar teurer. Der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) kündigt eine Preiserhöhung um bis zu fünf Prozent an.

Es war erwartet worden: Bus- und Bahnfahren in der Region wird teurer. Ab Februar steigen die Preise um durchschnittlich fünf Prozent, teilte der VRT am Freitag mit. Als Grund werden die „enorm gestiegenen Treibstoff- und Betriebskosten“ genannt.

Ein Einzelticket in Preisstufe 1 koste demnach ab Februar 2,30 Euro statt wie bisher 2,20 Euro. Der Preis für ein MobilTicket Jahr steigt laut VRT von 59 auf 62 Euro. Deutlich billiger werden sollen die SchülerFreizeitTickets. Statt 180 Euro sollen diese ab Februar 120 Euro kosten. Damit können junge Menschen bis 21 Jahr in der Freizeit für zehn Euro im Monat ohne Auto mobil sein, so der VRT. Die Preisstufe 1 liegt dann bei monatlich 62 Euro statt wie bisher 59 Euro.

Preise für Tickets im VRT steigen später als geplant

Eigentlich hätten die Ticketpreise angesichts gestiegener Energiekosten bereits im Herbst angehoben werden sollen. Die Versammlung des Zweckverbandes des Verkehrsverbundes hatte sich im September darauf verständigt, zunächst die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über eine Nachfolge zum Neun-Euro-Ticket und über eine Erhöhung der sogenannten Regionalisierunsmittel, mit der der Bund die Länder bei der Finanzierung des Nahverkehrs unterstützt, abzuwarten.

Anfang November haben sich die Ministerpräsidenten mit dem Bundeskanzler über die Einführung eines deutschlandweiten gültigen 49-Euro-Tickets und über zusätzliche Regionalisierungsmittel von zunächst einer Milliarde Euro im Jahr verständigt. Die Länder wollten eigentlich drei Milliarden Euro.

Die Verkehrsunternehmen kündigten an, dass sie aufgrund der Mindereinnahmen die Angebote im Nahverkehr kürzen müssen, wenn nicht mehr Geld fließe.

Zu Angebotskürzungen soll es im Bereich des VRT nicht kommen, wie es jetzt heißt.

Allerdings habe die Verbandversammlung deutlich gemacht, dass die Kosten im Nahverkehr dieses Jahr derart gestiegen sind, dass die Ticketpreise eigentlich um über zehn Prozent steigen müssten, um die Kostensteigerung voll aufzufangen. Bei der nun beschlossenen Ticketpreisanpassung um durchschnittlich fünf Prozent vergrößere sich das bisher schon bestehende Defizit, das die vier Landkreise und die Stadt Trier tragen müssen, um weitere 1,9 Millionen Euro jährlich.