1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Trier - die schönste Stadt der Welt

Trier - die schönste Stadt der Welt

Während den Dreharbeiten zu der Gangsterkomödie auf Trier er Platt "Freck langsam - Der Heilige Rock unterm Hammer" haben der 35-jährige Regisseur Michael Schu und der 28-jährige Drehbuchautor Jürgen Becker Trier aus speziellen Perspektiven betrachten können. Ihr Lieblingsplatz ist aber Alt Zurlauben.

Trier. (kat) Wahnsinn, wie dieses alte Gebäude wirkt! Wie viele Menschen haben dort wohl gearbeitet? Das sind Gedanken, die mir unweigerlich kommen, wenn ich vor dem alten Bahngebäude in Trier-West stehe. Die Fassade ist lebendig, sie erzählt Geschichten und ist mir tausend mal lieber als sterile weiße Neubauten in einer Saubermann-Atmosphäre. An diesem Ort haben wir ein paar Sequenzen gedreht. Dort kann man unglaublich schöne Bildmotive entdecken: Etwa wenn ein Sonnenstrahl durch eine zerbrochene Fensterscheibe fällt oder Wassertropfen auf dem grünen Moos, das sich an der Gebäudewand gebildet hat, abperlt und von der Sonne angestrahlt wird. Perfekt! Seit ich vor acht Jahren mit dem Filmen anfing, hat sich mein Blick verändert.

Trierer sind offen, ehrlich und hilfsbereit



Beim Drehen von "Freck langsam" ist mir auch bewusst geworden, wie schön der Petrisberg ist. In der Szene, in der meine Freundin Nadine auf Inspektor Baresi, der im Sportwagen angedüst kommt, wartet, hätte man keinen besseren Drehort finden können, als diesen Aussichtspunkt auf dem Petrisberg: vorne der schnelle Wagen - übrigens auch als Filmmotiv eine Leidenschaft von mir - meine Freundin und im Hintergrund die Stadt. Super!

Trier ist für mich eh die schönste Stadt auf der Welt. Und die Trierer sind offen, ehrlich und hilfsbereit. Vor allem wenn es um lokale Projekte geht. Das haben wir in den vergangenen Monaten ständig erfahren. Aber unter all den schönen Gebäuden, Plätzen und Aussichtspunkten ist mein Lieblingsplatz auf der Terrasse von Alt Zurlauben am Moselufer. Die roten Felsen, die Mosel, die vorbeituckernden Schiffe, da ist eine besondere Ruhe!

Ich bin ganz Michaels Meinung. In Alt Zurlauben haben wir schon manche Idee geschmiedet! Wir haben nicht nur den Film zusammen gemacht, wir sind Kollegen bei der Trierer Berufsfeuerwehr und dicke Freunde.

In Zurlauben denke ich auch oft an die Fahrten mit der Kabinenbahn als keiner Junge. Vielleicht spielt diese schöne Kindheitserinnerung eine Rolle, weshalb ich mich da so wohl fühle. Aber selbst als waschechter Trierer habe ich während dem Dreh völlig neue Seiten meiner Heimatstadt kennengelernt: Ich spiele im Film den Polizisten Deputy Becker und verfolge zu Fuß einen Verbrecher. Wir landen dabei auf dem Dach der Trier Galerie.

Ein tolles Gefühl, mit der Domuhr auf gleicher Höhe zu sein! Aber die größte Überraschung habe ich beim Blick nach unten erlebt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten mir die Bewohner der Fleischstraße fast ein bisschen leidgetan. "Die haben nichts außer ihren Fenstern", dachte ich bis zu diesem Zeitpunkt. Von wegen! Wunderschöne Dachterrassen mit vielen Pflanzen und tolle Hinterhöfe habe ich von oben gesehen. Das war im Sommer.

Aber selbst im Novemberregen kann ich Trier schöne Seiten abgewinnen: Die Stadt strahlt zurzeit Gemütlichkeit aus. Trier ist eben immer schön - meine Heimat!

Aufgezeichnet von Katja Bernardy