Trier-Ehrang:Rewe eröffnet Markt im Stadtteil

Infrastruktur : Markt-Lückenschluss an der Ortsumgehung

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Die Eröffnung eines neuen Rewe-Marktes auf dem ehemaligen Ehranger Mühlengelände freut die Käufer des täglichen Bedarfs sowohl im Trierer Stadtteil als auch in Kordel und Umgebung.

Kaum hat der Markt an der  L-422-Ortsumgehung am Donnerstagmorgen seine Pforten geöffnet, beginnt der  Kundenansturm. Gegen 10 Uhr erreicht der sehr geräumige neue Parkplatz fast seine Grenzen. Die Käufer kommen nicht nur aus Ehrang und Quint – das neue Komplettangebot schlägt Wellen bis hoch ins Eifeler Hinterland. Kunden aus Kordel, Beßlich, Newel oder Butzweiler lassen nicht auf sich warten.

 „Endlich mal ein Großmarkt, den man zu Fuß erreichen kann“, sagen die aus dem Ortskern. Zudem besänftigt das neue Angebot auch die Bedenken vieler Ehranger, bald ganz „abgehängt“ zu sein. „Nachdem der Markt am Bahnhof zu war, hatten wir ja gar nichts mehr. Und jetzt? Ein traumhafter Laden mit bestem Angebot“, sagen die Ehrangerinnen Renate Wilbo und Sylvie Weber – wobei sie, wie viele andere, die neue Lohner‘s-Bäckerei mit Cafeteria mit einschließen.

Aus Kordel kommen Richard und Mechthild Thiel: „Früher sind wir für unsere Großeinkäufe nach Schweich gefahren, hier in Ehrang gab es nicht viel. Doch nun können wir unseren allgemeinen Bedarf auf kürzerem Weg in einem tollen Laden decken. Und das bei nur zehn Minuten Anfahrt von Kordel.“

Sichtlich froh ist nach den ersten Öffnungsstunden trotz Anfangsstress’ Betreiber  Wladimir Pojanow. Auch er kennt das Phänomen des Ersttagesansturms,  ist aber zuversichtlich, dass sich alles gut einpendelt.

Mit viel  Optimismus haben Pojanow und seine Frau Julia  am Vorabend vor rund 200 geladenen Gästen das symbolische Band durchgeschnitten. Bei der Feier geben Vertreter der Kommunalpolitik, des Investors und des Rewe-Konzerns den Pojanows die  besten Wünsche mit auf den Weg. Den kirchlichen Segen erhält das Unternehmen durch Pater Siegmund Pawlicki von der Pfarrei St. Peter und durch Pfarrer Tobias Schreiber von der evangelischen Kirchengemeinde.

  • Heute Abend im "Bahnhof"
  • Ortsbeirat stimmt geschlossen gegen Schulschließung
  • Großzügiger Spender

Die Parade der Grußworte moderiert Cathrin Gieser, Geschäftsführerin der Projektgesellschaft B-S-K GmbH in Pirmasens.

Stellvertretend für den Trierer Oberbürgermeister hebt Professor Johannes Weinand, Leiter des Amts für Stadtentwicklung, die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts hervor. Weinand: „Durch diese Umnutzung des ehemaligen Mühlengeländes bleiben der Stadt viele Kunden in ihrem Randbereich erhalten.“

20 Jahre hätten die Ehranger auf diesen Markt gewartet – eine gemeinsame Leistung vieler in Wirtschaft und Verwaltung, sagt Baudezernent Andreas Ludwig. Der Dank gelte dem engagierten Betreiber mit Familie, seinem Team und dem Investor.

Grüße im Namen des Stadtteils überbringt für den erkrankten Ortsvorsteher Thiébaut Puel dessen Stellvertreter Hans-Werner Knopp. „Man merkt erst, was man hatte, wenn es nicht mehr da ist“, meint Knopp in Anspielung an den geschlossenen Markt am Bahnhof. Doch der Verlust sei mehr als ausgeglichen. „Eine gute Investition in die Zukunft, auch für die 40 neuen Mitarbeiter“, sagt im Namen des Rewe-Konzerns Walter Hümmerich, Verkaufsleiter Region West.

Und gute Mitarbeiter mit Gefühl für die Kunden seien heute der wesentliche Erfolgsfaktor, denn „die Waren, die wir anbieten, haben die anderen auch“.

Hümmerich drückt Betreiber Pojanow und Familie „alle Daumen“ und ist überzeugt, dass er an diesem guten Standort mit seinem Team Erfolg haben wird.

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