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Trier einst und heute: Die zweigeteilte Jüdemerstraße

Trier einst und heute: Die zweigeteilte Jüdemerstraße

Wer sich mit dem Taxi in die Jüdemerstraße chauffieren lassen will, der sollte die genaue Adresse seines Zielortes kennen. Denn diese Straße gibt es in zwei voneinander getrennten Abschnitten.

Der untere Abschnitt der alten Jüdemerstraße (das historische Foto entstand um 1900) ist nach Kriegszerstörungen und dem Bau der Sparkasse am Viehmarkt heute aus dem Trierer Stadtbild weitgehend verschwunden. Durch eine 1944 geschaffene "Brandgasse" (die heutige Stresemannstraße) wurde die Jüdemerstraße zweigeteilt. Der obere Abschnitt befindet sich zwischen Antoniuskirche und Brückenstraße. Der Name Jüdemerstraße geht auf die Abgrenzung zum ehemaligen jüdischen Friedhof im Bereich des heutigen Viehmarktes zurück, die vom Volksmund "Judemur" genannte "Judenmauer". Die Sonderausstellung "Trier im Bild 1800-2000" im Rheinischen Landesmuseum (Medienpartner: Trierischer Volksfreund) dauert bis 8. Januar. Geöffnet ist sie dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Infos: www.landesmuseum-trier.de (rm.)/Fotos (2): Stadtarchiv Trier/Wilhelm Deuser; Rheinisches Landesmuseum Trier/Thomas Zühmer Am kommenden Donnerstag in unserer "Trier einst und heute"-Serie: die Weberbach.