Trier: Forstamt warnt vor Waldbrandgefahr

Ausgetrocknete Natur : Forstamt Trier warnt: Hohe Waldbrandgefahr!

Der zweithöchste Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes ist erreicht. In Ehrang und Morbach brannte es bereits.

Das Forstamt Trier weist auf die steigende Waldbrandgefahr hin und bittet die Bürger um Achtsamkeit und Mithilfe. „Da die Trocken- und Hitzeperiode weiter anhält, steigt die Waldbrandgefahr rund um Trier und im Moseltal deutlich“, sagt Gundolf Bartmann, Leiter des Forstamtes Trier.

„Unsere Wälder, die Tiere und Pflanzen können im Brandfall nicht evakuiert werden. Sie sind schutzlos dem Feuer ausgeliefert, Totalverluste der Lebensräume sind neben wirtschaftlichen Schäden die bittere Folge“, erläutert Bartmann. Besonders gefährdet seien Nadelholzreinbestände mit trockenem Unterholz und Wälder mit starkem Besucherandrang. „Dank des seit Jahrzehnten planmäßig entwickelten hohen Laubholzanteils und der Vielfalt in unseren Wäldern haben wir einen natürlichen Waldbrandschutz, weswegen großflächige Brände wie in Schweden oder Südeuropa hier nicht zu befürchten sind“, sagt Bartmann. Zudem übten Feuerwehren, Forstämter und sonstige Einsatzkräfte regelmäßig die Zusammenarbeit und seien auf strategische Einsatzpläne vorbereitet.

Etwa 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände gehen auf unvorsichtigen Umgang der Menschen mit offenem Feuer im Wald und in Waldesnähe zurück, teilt das Forstamt mit. Waldbrände können allerdings auch durch Blitzschlag entstehen.

„Die ökologischen und ökonomischen Folgen eines Waldbrandes sind schwerwiegend“, betont Bartmann. So vernichten auch kleinere, niedrige Bodenfeuer durch die Temperaturentwicklung und die Schädigung der Wurzeln und Stammanläufe den wertvollen Waldbestand einschließlich aller Lebewesen.

Forstamt und Feuerwehr weisen eindringlich auf folgende Verhaltensregeln hin:

● Das Rauchen im Wald ist strengstens verboten, machen Sie Raucher höflich darauf aufmerksam.

● Das Grillen und Anlegen offener Feuer ist im Wald und in Waldesnähe verboten. Bei offiziellen Grillplätzen gilt größte Vorsicht wegen Funkenflugs. Besondere gefährlich sind Einweggrills.

● Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze; trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden!

● Halten Sie alle Zufahrten zu Wäldern und die Waldwege für die Rettungsfahrzeuge vollständig frei.

● Jede, auch kleinere Rauchentwicklung außerhalb der Siedlungsgebiete melden, Notruf 112 oder 110. Die Angabe der im Wald an Wegkreuzungen beschilderten Rettungspunkte (grüne Tafeln mit weißem Kreuz und einer Nummer) erleichtert die rasche Bekämpfung.

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