1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Trier-Gesellschaft soll Stiftungsgeld erhalten

Trier-Gesellschaft soll Stiftungsgeld erhalten

Unternehmer Peter Schwab hat die Stadt Trier offiziell gebeten, das Geld aus der Stiftung seiner Eltern der Trier-Gesellschaft zukommen zu lassen. Der Verein soll damit einen Brunnenbau im Brunnenhof ermöglichen.

Trier. Peter Schwab macht ernst: Wie im TV vom 16. Juli angekündigt, hat der ehemalige Betreiber der Trierer Kabinenbahn Oberbürgermeister Klaus Jensen angeschrieben. In dem Brief geht es um die Frage, wie die 25 000 Euro Grundkapital aus der Otto-und-Elsbeth-Schwab-Stiftung verwendet werden sollen.
Peter Schwab bittet den OB, "die zur Verfügung stehenden Mittel einschließlich der bisher angelaufenen Zinsen der Trier-Gesellschaft auszuhändigen", um den Bau eines Brunnens im Brunnenhof des Simeonstifts zu beschleunigen. "Es würde meine Familie und mich sehr freuen, wenn dies im Laufe des nächsten Jahres realisierbar wäre", schreibt Schwab.
Seine Eltern hatten einst die Moselland-Ausstellung (MA) in Trier organisiert. Über ihre Stiftung wurden Menschen mit einem Preis geehrt, die sich um das wissenschaftliche, kulturelle, künstlerische oder gastronomische Leben in Trier besonders verdient gemacht hatten. Inzwischen gibt es die MA nicht mehr und deshalb auch keinen Preis. Doch was soll mit dem Geld geschehen? Die Entscheidungsbefugnis liegt beim Stadtrat.
Mehrfacher Sinneswandel


Am 5. Januar 2008 tagte die Jury, die bis dahin regelmäßig den Preis verliehen hatte. OB Jensen, der damalige Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink, Vertreter aller Ratsfraktionen und Peter Schwab einigten sich nach einer Diskussion auf den Vorschlag von Manfred Maximini (UBM/FWG), das Geld für einen Brunnen im Brunnenhof einzusetzen.
Doch es blieb bei der Absichtserklärung. "Da bis heute nichts geschehen ist, war bei mir der Gedanke aufgekommen, die Mittel an anderer Stelle sinnvoll einzusetzen", erklärt Schwab in seinem Brief. Dabei spielte auch die Verärgerung des Unternehmers über die Stadt bei der Abwicklung der stillgelegten Kabinenbahn eine Rolle.
Erneut Maximini brachte dann die Denkmalfreunde von der Trier-Gesellschaft als mögliche Organisatoren des Brunnenprojekts ins Spiel und bewirkte zusammen mit anderen einen Sinneswandel bei Schwab. Zu klären wären noch rechtliche Fragen, da sich der Verein laut Satzung dem Erhalt vorhandener Denkmale verschrieben hat - der Brunnen wäre ein Neubau. cus