Kreatives in Trier Handwerkermarkt mit Upcycling-Ideen und kreativem Kunsthandwerk an der Porta Nigra (Fotos)

Trier · Der 41. Trierer Kunst- und Handwerkermarkt bietet am Wochenende rund um die Porta Nigra die Möglichkeit, dem Handwerk über die Schulter zu schauen. Was es alles zu entdecken gab und welche Upcycling-Ideen zu bestaunen waren.

Fotos: Kunsthandwerkermarkt in Trier
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Das gab es beim Kunsthandwerkermarkt in Trier alles zu bestaunen

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Rund 15.000 Besucher zog es am Wochenende zum Trierer Handwerkermarkt rund um die Porta Nigra. Vor römisch- historischer Kulisse präsentierten 80 Aussteller ihre handgefertigten Unikate. Bei zahlreichen Vorführungen konnten interessierte Besucher zudem Kunsthandwerk hautnah erleben.

Dem „Münzsäger“ bei seiner Arbeit über die Schulter schauen oder dabei sein wie professionelle Kunsthandwerker und Künstler das ganze Spektrum kreativen Schaffens präsentieren, rund um die Porta Nigra war das alles kein Problem.

Handwerkermarkt Trier mit traditioneller Kunst und Upcycling-Design

Der Trierer Kunsthandwerkermarkt bot eine Mischung aus der Vorführung traditioneller Handwerkstechniken, kreativen Gebrauchsgegenständen wie Seifen, Taschen oder Kleidung und künstlerisch experimentell gestalteten Deko-Objekten. Zu denen gehörte zweifelos das Angebot von Friedrich Emde.

Der aus Karlsruhe stammende Gebrauchtwaren-Designer, wie er sich selbst nennt, hat sich dem Upcycling verschrieben. Alten Dingen neues Leben einzuhauchen und sie somit vor dem Wegwerfen zu bewahren, ist seine Passion. „Ausgehend von den Materialien, die andere Leute wegwerfen wollen, überlege ich mir zusammen mit meiner Frau, was man Neues daraus gestalten könnte“.

Neben allerlei Dingen aus alter Zeit wie Modellautos aus Blech oder antik anmutenden Töpfen fällt eine Kreation an seinem Stand sofort ins Auge. Eine kreativ designte Lampe, deren Lampenschirme aus alten Tassen besteht.

„Die Tassen hatte ich ursprünglich alle aus dem Sperrmüll gefischt und mir dann überlegt, was man abseits der Idee, sie in die Vitrine zu stellen, damit anfangen könnte. Später entwickelte ich die Vorstellung, sie von innen zu beleuchten“. Dann folgte die Tüftelarbeit darüber, wie man eine Glühbirne am besten in die Tasse bekommt, die Leitungen am sinnvollsten verlegt und alles möglichst praktisch gestaltet.

„Glücklicherweise arbeite ich mit meiner Frau zusammen, und gemeinsam ist dann vieles leichter“. Seit 18 Jahren sind die beiden ein echtes Upcycling-Paar und die Akzeptanz bei den Kunden für derlei kreative und vor allem nachhaltige Objekte nehme stetig zu.

Kunsthandwerkliche Unikate und professionelle Handarbeit

Marktleiter Jürgen Blank ist sich sicher, es ist diese einmalige Mischung der kunsthandwerklichen Unikate, die diesen Markt zu etwas Besonderem macht.

Kein Trödel, sondern echte professionelle Handwerksarbeit, vor allem ohne Handelswaren. „Darauf legen wir besonderen Wert, damit die Künstler und Kunsthandwerker hier auf dem Markt ein Publikum erreichen, das eben diese Qualität sucht. Auf unserem Markt sind zudem viele unterschiedliche Metiers von Keramikwaren, Strick- und Lederarbeiten bis hin zu Schmuck- und Drechselarbeiten vertreten, um dem Besucher eine möglichst große Vielfalt bieten zu können“, sagt Blank.

Doch eines wünscht sich der Herr über 80 Verkaufsstände für die Zukunft. „Es wäre schön, wenn wir für unseren Markt Glaskünstler gewinnen könnten“. Vielleicht wird dann ja der 42. Kunst- und Handwerkermarkt rund um die Porta Nigra im nächsten Jahr um genau dieses Metier erweitert werden können.