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Trier: Hunderte demonstrieren vor der Porta Nigra für Berliner Republik

Verschiedene Initiatoren : Hunderte demonstrieren für Demokratie

Viele Menschen haben sich am Freitag friedlich vor der Porta Nigra getroffen. Ihr Anliegen: Die Straße nicht Rechtsextremen, Verschwörungstheoretikern und Anti-Demokraten überlassen.

450 Teilnehmer haben sich am Freitagabend vor der Porta Nigra mit Mund-Nasen-Schutz und Mindestabstand für die Demokratie der Berliner Republik starkgemacht. Veranstalter der Lichterkette waren eine Vielzahl von Organisationen vom Diakonischen Werk bis zum Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Dazu zählten auch alle im Stadtrat vertretenen Parteien bis auf die AfD.

Die Teilnehmer machten mit Kerzen, Feuerzeugen und Smartphones friedlich auf ihr Anliegen aufmerksam. Die deutliche Botschaft: „Der rechtswidrige Angriff auf den Bundestag am vergangenen Wochenende, bei dem verfassungsfeindliche Symbolik verwendet wurde, zeigt, dass Verfassungsfeinde unter dem Vorwand der Corona-Kritik gerade diese attackieren. Dagegen stellen wir uns gemeinsam!“

Unter dem Motto „Für Demokratie und Vielfalt – gemeinsam gegen Rechts!“ hatte der Verein „Für ein buntes Trier“ eine Stunde vorher auf den Hauptmarkt eingeladen. „Unserer Meinung nach reicht es nicht aus, wenn die Demokraten und Demokratinnen Kerzen anzünden und sich dadurch das gute Gefühl des Zusammenstehens für die Demokratie einstellt. Das reicht nicht, wir müssen unsere Demokratie sehr viel aktiver und mit guten Argumenten verteidigen! Helfen Sie alle mit, mit vielen Gesprächen und Diskussionen in der Familie, am Arbeitsplatz und überall sonst“, forderte der Vereinsvorsitzende Thomas Kupczik.

Mit einer weiteren Kundgebung zum Antikriegstag am Samstag vor der Porta Nigra haben die AG Frieden und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren gedacht. Hauptrednerin Elke Koller (Aachener Friedenspreis 2019) sprach sich für den Abzug der Atomwaffen aus Büchel aus.