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Trier ist seit 10 Jahren Fairtrade-Stadt. Dazu gibt es eine Ausstellung

Ausstellung : Trier ist seit zehn Jahren eine faire Stadt

Eine Ausstellung im Bildungszentrum Palais Walderdorff zeigt Bilder von Menschen, die sich für Nachhhaltigkeitsziele einsetzen.

Als erste Stadt in Rheinland-Pfalz unter insgesamt 16 deutschlandweit ist Trier vor inzwischen zehn Jahren zur Fairtrade-Stadt ernannt worden. Aus diesem Grund wird es bis zum 30. September eine Ausstellung im Palais Walderdorff geben. Die Plakate zeigen jeweils einen Menschen, der sich für gemeinsame Nachhaltigkeitsziele einsetzt, mit entsprechendem Begleittext.

Sophie Lungershausen, Geschäftsführerin der Lokalen Agenda 21 Trier, kündigte die fairen Wochen an, die noch bis zum 25. September laufen. Bürgermeisterin Elvira Garbes begrüßte die Mitwirkenden. Zusammen mit Sabine Mock, Bildungsreferentin der Lokalen Agenda 21, verlieh Garbes als eine Art Auszeichnung Bälle an Unternehmen, um deren Engagement für Fairtrade-Produkte zu würdigen.

„Das zehnjährige Bestehen der Fairtrade-Stadt Trier zeigt sehr deutlich, wie groß das Engagement ist“, sagte Garbes. Toni Loosen-Bach, Koordinator für Bürgerbeteiligung, hob die Meilensteine der Fairtrade-Stadt hervor: „Unser Engagement ist schon länger als zehn Jahre vorhanden, denn um eine Fairtrade-Stadt zu werden, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein.“

 Die Stadt geht das Thema Fairtrade auch mit der AG Beschaffung an und verwendet Steine und Recycling-Papier aus Fairtrade-Betrieben. Grabsteine dürfen seit 2020 nicht mehr aus Kinderarbeit stammen. Zudem wurde ein Bus mit Folien zum Fairtrade-Thema beklebt, der auf diese Weise dafür wirbt.

Zu den weiteren Meilensteinen gehören unter anderem der erste Platz beim Eine-Welt-Preis des Landes 2015, der vierte Platz beim Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ 2017 und die Verabschiedung des Aktionsplans Entwicklungspolitik, in dem die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung verfolgt werden.

Michael Jakobs, zuständig für nachhaltiges Wirtschaften bei der Lokalen Agenda 21, stellte die Website fairweg.info vor. Hier können Fairtrade-Unternehmen eingetragen werden, um sie für andere Nutzer auffindbar zu machen. Zudem wurde ein Bewertungssystem eingeführt, um das Engagement für Fairtrade der Unternehmen zu messen: Besser bewertete und damit engagiertere Fairtrade-Unternehmen werden in der Liste höher angezeigt. An einer digitalen Landkarte lässt sich feststellen, dass Trier eine Art Ballungszentrum für Fairtrade-Produkte und Unternehmen ist, aber auch in der Umgebung immer mehr Unternehmen Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment aufnehmen.

Zum Abschluss der Vernissage wurden die auf den Plakaten abgebildeten Menschen für ihre Arbeit geehrt und bekamen als Dank den Fairtrade-Kaffee der Stadt Trier, der von einer Kooperative in Kolumbien hergestellt wird.

Die Ausstellung ist Montag und Dienstag von 12 bis 18 Uhr, Mittwoch von 9  bis 13 Uhr, Donnerstag von 12  bis 19 Uhr, Freitag von 12 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet.