Trier kann Zeichen setzen

Die Leistung von Eltern, die schwer behinderte oder schwer kranke Kinder betreuen, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Während anderswo Pflegeaufgaben abgeschoben werden, sind diese Eltern fast rund um die Uhr in der Pflicht.

Es wäre ungerecht, sie von jenen sozialen Segnungen auszuschließen, die Eltern gesunder Kinder selbstverständlich in Anspruch nehmen können. Zum Beispiel die Möglichkeit, sein Kind in einer Krippe unterzubringen. Dass eine solche Möglichkeit bislang nicht existiert, ist traurig. Und "Nestwärme" ist der ideale Träger für eine solche Einrichtung, lassen sich doch die vielfältigen Angebote des Vereins für schwerst kranke Kinder mit einer Krippe sinnvoll unter einem Dach vereinigen. Der Kreis Trier-Saarburg hat das verstanden und mit seiner zügigen Entscheidung, eine solche Einrichtung (auf dem Boden der Stadt Trier!) zu unterstützen, ein klares Signal gesetzt. Die Idee, freie Plätze sogar als "Betriebskrippe" für die Kreisverwaltung zu nutzen, ist durchaus pfiffig. Es wäre ein Witz, wenn das Projekt am Ende an mangelnder Unterstützung durch die Stadt Trier scheitern würde. Zumal der Bedarf an Krippenplätzen nicht nur für behinderte Kinder unbestritten groß ist. Trier könnte ein familienfreundliches Zeichen setzen für ganz Rheinland-Pfalz. d.lintz@volksfreund.de