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Trier: Keine Maske, Füße auf dem Sitz: Polizei fesstel Bahnfahrer

Hauptbahnhof Trier : Polizei wirft Rüpel aus dem Zug

Mit Gewalt musste die Polizei am Samstagabend zwei Männer am Trierer Hauptbahnhof ruhigstellen. Der eine Mann hatte sich geweigert, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Der andere habe sich während einer Kontrolle „renitent“ verhalten und die Beamten angeschrieen.

(red) Gegen beide Männer wurden Strafverfahren eingeleitet, wie die für den Hauptbahnhof zuständige Bundespolizei am Montagnachmittag mitteilte.

Eine Zugbegleiterin hatte den ersten Mann gemeldet. Er habe keine Maske tragen wollen, die Füße auf dem Sitz gehabt und den Zug nicht verlassen wollen. Der Bundespolizei sei es nur „unter erheblichem Aufwand“ gelungen, den Reisenden aus dem Zug zu bringen. Der Mann habe sich dabei bedrohlich vor einer Beamtin aufgebaut und den Mindestabstand nicht eingehalten. Die Polizei fesselte ihn schließlich und brachten ihn auf die Dienstelle. Während der Fahrt dorthin sei er weiterhin aggressiv gewesen, habe sich geweigert, wieder aus dem Polizeiauto auszusteigen und die Beamten „in unflätiger Weise“ beleidigt, wie es im Polizeibericht heißt.  Der in Luxemburg lebende Mann ist nach den polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen worden.

Ebenfalls am Samstagabend – fast zeitgleich, aber unabhängig vom ersten Fall – habe sich ein 48-jähriger Mann während einer Polizeikontrolle am Trierer Hauptbahnhof „renitent“ verhalten. Auch er habe laut Polizeibericht den Mindestabstand nicht eingehalten und die Beamten angeschrien. Auch er wurde zur Dienststelle der Polizei gebracht. Auf dem Weg zum Polizeiauto habe der Mann versucht, einen Beamten anzugreifen, woraufhin der aus dem Senegal stammende Mann zu Boden gebracht und gefesselt wurde. Dagegen habe er sich gewehrt und auf der Dienststelle soll er durch das Schlagen seines Kopfes gegen eine Wand versucht haben, sich selbst zu verletzen. Ein Alkoholtest habe 1,11 Promille ergeben.

Die Polizei übergab den Mann schließlich in Absprache mit dem Jugendamt Trier an die Clearingstelle der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber. Gegen beide Männer wurden mehrere Strafverfahren sowie Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet.