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Trier: Mosel-Hochwasser - 152 Menschen waren auf Kreuzfahrtschiff gefangen

Gute Nachricht : Mosel-Hochwasser: Kreuzfahrtschiff mit 152 Menschen an Bord wieder frei (Fotos/Video)

Mosel-Hochwasser: 152 Menschen sitzen auf Passagierschiff in Trier-Zurlauben fest - 10. April 2022

Das Kreuzfahrtschiff, das am Zurlaubener Ufer in Trier mit 152 Menschen an Bord festgesessen hat, ist wieder frei. Die Feuerwehr hatte sich für den Notfall bereits einen Einsatzplan überlegt. Warum das Schiff feststeckte.

102 Passagiere und rund 50 Besatzungsmitglieder saßen am Wochenende auf dem Flusskreuzfahrtschiff „Viking“ am Zurlaubener Ufer in Trier fest, sagt Ernst Mettlach, Pressesprecher der Stadt. Unter den Passagieren seien überwiegend ältere Menschen, erklärt er weiter.

Am Montag dann die erfreuliche Nachricht: Das Schiff konnte seinen Ankerplatz in Zurlauben verlassen und im Trierer Hafen anlegen. Die 152 Menschen an Bord sind wieder frei. Das teilte die Stadt Trier am Morgen über Twitter mit.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">🆓 Gute Nachricht vom festsitzenden Passagierschiff an der Mosel: Am Morgen konnte es seine Fahrt fortsetzen. Es hat jetzt im Trierer Hafen angelegt.</p>&mdash; stadt_trier (@Stadt_Trier) <a href="https://twitter.com/Stadt_Trier/status/1513400295073718275?ref_src=twsrc%5Etfw">April 11, 2022</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Ein Problem gab es zum Glück zwar nicht. Aber man wollte vorbereitet sein, falls es eines gibt, damit schnell geholfen werden kann. Denn da die Schiffsanlegestelle überflutet wurde, konnten die Menschen ohne Weiteres weder von Bord gehen, noch konnten Rettungskräfte an Bord gelangen. Auch ein anderer Schiffsanleger kam nicht in Frage, denn die Schifffahrt auf der Mosel war am Wochenende wegen des Hochwassers eingestellt.

Wie kann bei einem Notfall geholfen werden?

„Gemeinsam mit der Trierer Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei haben wir heute eine Besichtigung gemacht“, sagt Mettlach am Sonntag. Ziel war es zu erkunden, wie geholfen werden kann, falls es nötig sein sollte. Eine pauschale Antwort auf diese Frage sei allerdings nicht möglich, so Mettlach weiter: „Das kommt auf die Art des Einsatzes an, wie viele Rettungskräfte an Bord müssen, ob Menschen von Bord geholt werden müssen und wie der Pegel steht“, so Mettlach weiter.

Im vorliegenden Fall sei man zu dem Schluss gekommen, dass man mit Hilfe des Feuerwehr-Bootes oder einer Drehleiter im Notfall helfen könne, sagt er. Sobald es möglich ist, wolle man aber zusehen, dass das Schiff einen anderen Anleger anfährt - beispielsweise im Trierer Hafen. Erst bei einem Pegel von 6,95 Meter sei die Schifffahrt auf der Mosel wieder möglich. Dann komme es aber darauf an, ob das Schiff unter den Brücken hindurch passe.

Am Samstagmittag war der Pegel der Mosel nach tagelangem ergiebigem Regen plötzlich schnell angestiegen. In Trier wurde das Zurlaubener Ufer überschwemmt. Andernorts musste ein Campingplatz geräumt und Straßen gesperrt werden.