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Trier muss Millionen für Exhaus nicht alleine aufbringen

Trier muss Millionen für Exhaus nicht alleine aufbringen

Nun also doch: Trier und die Landesregierung haben einen Weg gefunden, wie die 3,64 Millionen Euro für die Sanierung des Trierer Jugendzentrums Exhaus gemeinsam aufgebracht werden können. Geplant ist eine Förderung über das Landesprojekt Soziale Stadt.

Der Wirrwarr um die Exhaus-Sanierung scheint aufgelöst: Nach Informationen des Trierischen Volksfreunds hat das Land der Stadt in Aussicht gestellt, dass aus dem Fördertopf Soziale Stadt Geld für die Erneuerung des Brandschutzes, neue Sanitäranlagen und die barrierefreie Erschließung des Jugendzentrums fließen kann. Wie viel Geld Mainz zu der gut 3,6 Millionen Euro teuren Sanierung beisteuern wird, ist noch nicht bekannt.

Laut Statistik des Förderprogramms wurden in den vergangenen Jahren Soziale-Stadt-Projekte mit durchschnittlich 78 Prozent der Gesamtkosten bezuschusst. Darüber, ob ein solch hoher Zuschuss auch für das Exhaus möglich ist und über weitere Einzelheiten will Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) bei einem Pressegespräch am Montagmittag informieren.

Ursprünglich hatte die Stadt sich um einen Zuschuss aus dem so genannten Investitionsstock angemeldet und mit einer Förderquote von 60 Prozent gerechnet. Mitte Mai dann die große Überraschung: Auf Anfrage eines Zusammenschlusses verschiedener Trierer Jugendorganisationen erklärte Innenminister Roger Lewentz (SPD), dass eine I-Stock-Förderung für das Exhaus nicht möglich sei. Statt um Zuschüsse aus dem I-Stock hätte Trier sich beim Jugendministerium um entsprechende finanzielle Hilfe bewerben müssen , erklärte das Ministerium.

Oberbürgermeister Leibe kündigte daraufhin an, weiter mit dem Land verhandeln zu wollen. Die Sanierung des Exhauses sei auf keinen Fall gefährdet, erklärte Leibe. Zur Not werde Trier die 3,6 Millionen Euro Gesamtkosten alleine stemmen - so, wie der Stadtrat es im März für den Fall, dass es keine Zuschüsse gebe, beschlossen hatte.

Die baulichen Mängel in den Gebäuden des Exhauses sind so umfangreich, dass das Jugendzentrum am nördlichen Moselufer Anfang 2015 geschlossen werden musste. Das seit den 1960er Jahren bestehende Zentrum ist eins der größten für Jugendkultur und -musik in ganz Deutschland.