Trier: Netzwerk Zivilcourage in Mainz ausgezeichnet

Auszeichnung : Netzwerk aus Trier erhält Preis für Zivilcourage

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hat in Mainz das landesweite Netzwerk Zivilcourage ausgezeichnet, das von der Trierer Arbeitsgemeinschaft Frieden koordiniert wird.

„In diesen Zeiten ist unsere Gesellschaft darauf angewiesen, dass Menschen aufstehen, Gesicht zeigen und ihre Stimme erheben“, sagte Lewentz bei der Verleihung des Preises für Zivilcourage in Mainz.

Neben dem Sonderpreis für das Netzwerk wurden mehrere Bürger dafür geehrt, dass sie sich in Notlagen für andere eingesetzt, Schaden abgewehrt und Leid gemindert haben.

Die Preisträger seien gute Beispiele dafür, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt funktionieren kann, sagte Lewentz bei der Preisverleihung, die zum 20. Mal in Mainz stattfand. „Wer nichts tut, macht mit – dieses Motto kommt nicht aus der Mode. Jeder von uns sollte es verinnerlicht haben“, sagte Lewentz.

Das von der Trierer AG Frieden organisierte Netzwerk Zivilcourage wurde 2013 gegründet und ist ein Zusammenschluss von insgesamt 90 Zivilcourage-Trainern aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Rund 15 Mal im Jahr veranstalten Mitglieder des Netzwerks Zivilcourage-Trainings mit dem Ziel, Bürger zu couragiertem Handeln zu bewegen, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 2500 Euro verbunden, um die Arbeit zu unterstützen.

Neben dem Sonderpreis wurden sieben Männer aus Mainz, Kaiserslautern und Alzey ausgezeichnet, die bei verschiedenen Über- und Angriffen in der Öffentlichkeit den Opfern Hilfe geleistet,  die Täter festgesetzt oder Nachbarn in hilflosen Situationen geholfen hatten.