Neues Alarmsystem für den Katastrophenfall Trier plant neues Sirenen-Netz übers ganze Stadtgebiet

Trier · Lautsprecher-Durchsagen statt zentrales Alarmsystem: Die Warnung der Bevölkerung beim Hochwasser im Juli verlief nicht optimal. Was die Stadt plant, um die Menschen künftig besser zu informieren.

Wenn es brenzlig wird, wird es laut. In vielen Dörfern sind noch Sirenen auf Dächern installiert. In Trier gibt es so etwas nicht mehr.

Foto: dpa/Martin Gerten

Wer in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland aufgewachsen ist, für den gehörte das regelmäßige Geheul zur Kindheit: Jeden Samstag schalteten, insbesondere auf dem Land, viele Freiwilligen Feuerwehren die Sirene an. Der Probealarm sollte sicherstellen, dass die Metallschüsseln auch im Notfall ihren Dienst verrichten würden. Zumindest bei den Nachkriegsgenerationen löste das durchdringende Signal keine Ängste aus. Im Gegenteil: Wer draußen mit den Kumpel spielte, dem signalisierte der Probealarm, dass daheim bald das Mittagessen fertig ist und damit Zeit, nach Hause zu gehen.