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Trier: Notgruppen in Kitas und Schulen bleiben klein

Trier : Notgruppen in Kitas und Schulen bleiben klein

An den Schulen und Kindertagesstätten in Trier und im Kreis Trier-Saarburg ist am Dienstag die Zahl der Kinder gestiegen, die trotz Schließungen betreut werden – allerdings auf niedrigem Niveau.

„Die Eltern nehmen das Angebot der Notgruppen so wahr, wie es gedacht ist: sehr verantwortungsvoll“, erklärt Eveline Dziendziol, Pressesprecherin der Schulaufsichtsbehörde ADD. In der Stadt Trier wurden am Dienstag an elf Schulen insgesamt 37 Kinder betreut. Im Landkreis Trier-Saarburg waren an 14 Schulen insgesamt 40 Kinder in den Notgruppen, weil ihre Eltern keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Dass Eltern mit Betreuungsbedarf zurückgewiesen wurden, weil sie nicht einen der Berufe haben, für die die Notgruppen gedacht sind – zum Beispiel medizinisches Personal oder Mitarbeiter der Polizei – ist der ADD nicht bekannt.

Auch an den Kitas ist am Dienstag der Betreuungsbedarf leicht gestiegen: In den insgesamt 71 Trierer Kinderbetreuungseinrichtungen (in städtischer, kirchlicher oder freier Trägerschaft) mussten am Montag insgesamt 49 Kinder in Notgruppen betreut werden. „Am Dienstag stieg die Zahl auf 82 Kinder“, sagt Michael Schmitz, Pressereferent der Stadtverwaltung. Insgesamt gibt es in Trier rund 4500 Kita-Kinder.

Sowohl in den städtischen Kitas als auch in den kirchlichen und freien Einrichtungen gilt für Erzieher und Erzieherinnen zurzeit Anwesenheitspflicht. „Es gibt verschiedene Aufgaben, die im Tagesbetrieb oft liegen bleiben und die derzeit gut abgearbeitet werden können“, erklärt Schmitz. Dass Erzieherinnen ihre eigenen Kinder mit in die Einrichtungen bringen, weil deren eigentliche Kita oder Schule geschlossen ist, ist allerdings explizit nicht vorgesehen, betont Sarah Hoffmann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der kirchlichen Kita gGmbH, die in Trier 26 und im Landkreis Trier-Saarburg 44 Kitas betreibt. „Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind angewiesen, im Falle einer nötigen Notbetreuung diese in der jeweiligen Betreuungs-Einrichtung – Kita, Grundschule – ihrer Kinder zu beantragen.“ So soll verhindert werden, dass keine neuen Kindergruppen mit neuen Kontakten entstehen, durch die das Corona-Virus verbreitet werden könnte.