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Trier: Pizzeria San Marco plötzlich zurück auf der Neustraße

Gastronomie : Pizzeria San Marco ist plötzlich zurück in der Trierer Neustraße

Pizzeria San Marco? Die gab es bis 2019 in der Trierer Neustraße schon mal. Nun gibt es dort wieder eine – mit dem alten Betreiber, aber unter einer anderen Hausnummer.

Passanten in der Neustraße staunten am vergangenen Wochenende nicht schlecht. In der ehemaligen Pizzeria Villa Venezia, die fast ein Jahr lang geschlossen war, saßen Gäste. Und fühlten sich offensichtlich wohl.

Keine Wiedereröffnung, sondern eine Neueröffnung. Auch wenn an der Hausfassade und auf den Schaukästen links und rechts von der Eingangstür noch Villa Venezia steht: Das Italo-Restaurant heißt San Marco. Das neue Logo werde in den nächsten Tagen angebracht, kündigt Betreiber Abedin Hajrizi an. Aber er wollte mit der Eröffnung nicht so lange warten, bis draußen draufsteht, was drinnen ist. Also einfach mal ohne Rummel loslegen und sich das Restaurant-Team einspielen lassen. „Soft opening“ heißt so etwas auf Neudeutsch.

„Alte Stammgäste“ kommen zurück

Dass der renovierte und umgebaute Laden vom Start weg große Anziehungskraft entwickelt, führt Hajrizi vor allem auf „alte Stammgäste“ zurück: „Die haben mitgekriegt, dass ich wieder zurück in der Neustraße bin.“ Der aus dem Kosovo stammende 48-Jährige, der „seit 1994 Trierer“ ist und mit Frau und fünf Kindern in der Südstadt wohnt, ist tatsächlich ein alter Bekannter in der Neustraße. Von 2004 bis zum Sommer 2019 hat er dort bereits eine Pizzeria betrieben, das San Marco an der Ecke Pfützenstraße. Diese Gaststätte (heute: Pizzeria Da Giuseppe) habe er aufgegeben, um sich auf sein Projekt in Hermeskeil zu konzentrieren. Dort hatte er den ehemaligen Hermeskeiler Hof neben dem Feuerwehrmuseum übernommen und als italienisches Restaurant wiedereröffnet. Name: San Marco – „So hießen und heißen alle meine Lokale“. Darunter frühere Pizzerien in Aach und Kordel und heute noch seine Eiscafés in Hermeskeil und Trier-Ruwer.

Doch Hajrizis Hermeskeiler Pizzeria blieb eine Episode von kurzer Dauer. Das Restaurant am Neuen Markt hat binnen neun Jahren vier Pächter verschlissen – der zuletzt als „Feuerpatsche“ firmierende Betrieb ist seit November wegen Insolvenz geschlossen.

Abedin Hajrizi freut sich über sei Neustraßen-Comeback (nun Hausnummer 80 statt früher 17-18): „Es fühlt sich sehr gut an, wieder hier zu sein.“

Noch kein Ruhetag in der Pizzeria

Vorerst will er das San Marco an sieben Tagen pro Woche öffnen: „Mal sehen, wie es sich hier entwickelt. Über einen Ruhetag denke ich erst nächstes Jahr nach.“

Das Restaurant bietet – klar – „italienische Küche und guten Wein – vor allem aus Italien“. Und was speist der Chef am liebsten? „Spaghetti Diavolo!“