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Trier. Prozess gegen Ex-Rathausmitarbeiter beginnt

Recht : Betrug bei der Stadtverwaltung: Prozess beginnt

Knapp 49 000 Euro soll ein ehemaliger leitender Mitarbeiter der Trierer Stadtverwaltung während seiner Dienstzeit in die eigene Tasche gesteckt haben. Am Montag, 27. Januar, muss er sich dafür vor dem Trierer Amtsgericht verantworten.

Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr. Der 49-Jährige soll Gebühren, die er in Gaststätten und Bordellen kassiert hat, für sich selbst behalten haben. Offenbar, um seine Spielsucht zu finanzieren. Angesetzt ist für den Prozess bislang nur ein Verhandlungstag – ein Zeichen dafür, dass das Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Alexandra Scholten offenbar mit einer flotten Verhandlung rechnet. Für gewerbsmäßige Untreue sieht das Strafgesetz mindestens sechs Monate und maximal zehn Jahre Freiheitsstrafe vor.

Der Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes war nach seiner Entdeckung im Sommer 2018 vom Dienst suspendiert worden. Bei der Polizei hat er ein Geständnis abgelegt und sich selbst angezeigt.