Hauptverfahren eröffnet Prozess gegen Klimaaktivisten wegen Blockade in Trier – Krankenwagen behindert?

Trier · Ihre Aktion dauerte rund 15 Minuten und hat nun ein juristisches Nachspiel – obwohl die Blockade schon eine ganze Weile zurückliegt.

Ein Klimaprotest in Trier aus dem Jahr 2021 endet vor Gericht.

Ein Klimaprotest in Trier aus dem Jahr 2021 endet vor Gericht.

Foto: dpa/Volker Hartmann

Es war der 5. Juni 2021, als sich eine Gruppe von Klimaaktivisten in Trier zu einer Aktion versammelte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das Krahnenufer an der Einmündung zum Irminenfreihof mit einem Holzgerüst blockiert zu haben. Rund 15 Minuten habe diese Aktion gedauert. Sie diente dem Protest für den Klimaschutz.

Klimaprotest mit Straßenblockade in Trier
7 Bilder

Klimaprotest mit Straßenblockade in Trier

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Foto: Klimanetzwerk

Mehr als zwei Jahre später wird nun das Hauptverfahren gegen neun mutmaßlich beteiligte Personen eröffnet. Das teilt aktuell das Amtsgericht Trier mit. Der jüngste Angeklagte war zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt, der älteste 57 Jahre, wie bereits vorher bekannt wurde. Unter anderem wird den Angeklagten Nötigung vorgeworfen. Ein Krankenwagen sei durch ihre Handlungen behindert worden. Er habe zunächst warten müssen und hat die Blockade dann über einen Grünstreifen umfahren können, heißt es in den Informationen zur Eröffnung des Hauptverfahrens.

Am Amtsgericht Trier sind in dieser Sache drei Verhandlungstage angesetzt. Der erste Prozesstag ist der 11. September 2023.