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Trier: Ralf Britten wird Ordnungsdezernent, Markus Nöhl Kulturdezernent

CDU- und SPD-Kandidaten gewinnen Wahl : Trier hat zwei neue Dezernenten

Ralf Britten und Markus Nöhl sind am Freitagabend als neue Beigeordnete in den Trierer Stadtvorstand gewählt worden. Wer welches Dezernat übernimmt und wann sie ihre Ämter antreten.

Mit 30 von 53 abgegebenen Stimmen (darunter ein ungültiger Stimmzettel) hat Ralf Britten, selbstständiger Unternehmensberater aus Bitburg, die Wahl zum neuen Ordnungsdezernenten im Trierer Stadtvorstand gewonnen. Der CDUler war von der CDU und von der AfD als neuer Beigeordneter im Stadtvorstand für die Geschäftsbereiche Recht und Ordnung, Tourismus, Digitalisierung und Innenstadtentwicklung vorgeschlagen worden. SPD und UBT hatten dem studierten Juristen im Vorfeld ihre Unterstützung zugesagt. Britten hatte in seiner Vorstellungsrede seine gute Vernetzung in der Großregion und nach Luxemburg in den Vordergrund gestellt. Der Unternehmensberater hat im luxemburgischen Echternach das Kulturzentrum Trifolion mit aufgebaut und managt im Auftrag der Stadt Bitburg derzeit die dortige Stadthalle. Er soll das Amt zum 1. Oktober antreten.

Gegenkandidat Patrick Retzer, parteilos und nominiert von den Grünen, konnte bei der geheimen Wahl 22 Stimmen auf sich vereinen. Bei seiner Bewerbungsrede legte er den Schwerpunkt auf seine umfangreiche Erfahrung in mehreren Gemeindeverwaltungen – insbesondere auch in Leitungsverantwortung für Feuerwehren und den Katastrophenschutz. Neben den Grünen hatte sich die Linke für Retzer ausgesprochen.

 Markus Nöhl (SPD) wird neuer Kulturdezernent von Trier, zu seinem Geschäftsbereich gehören auch die Themen Weiterbildung und Tourismus.
Markus Nöhl (SPD) wird neuer Kulturdezernent von Trier, zu seinem Geschäftsbereich gehören auch die Themen Weiterbildung und Tourismus. Foto: Hans Krämer

Zuvor war in der mehr als fünfstündigen Sondersitzung des Trierer Stadtrats Markus Nöhl zum neuen Kulturdezernenten im Stadtvorstand gewählt worden: Mit 33 Stimmen von 53 abgegebenen und gültigen Stimmen gewann das bisherige SPD-Stadtratsmitglied die Wahl gegen zwei Gegenkandidaten: Gabriele König war von den Grünen aufgestellt worden und holte 16 Stimmen, der von der AfD vorgeschlagene Bewerber Simon Moser vier Stimmen.

Nöhl ist bis dato Leiter der Pressestelle des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, zitierte der SPD-Kulturexperte in seiner Bewerbungsrede vorm Stadtrat den 2015 gestorbenen Alt-Kanzler Helmut Schmidt, und fuhr fort: „Ich war beim Arzt, bei mir ist alles in Ordnung, also darf ich Visionen haben für Trier!“ Der studierte Historiker Nöhl überzeugte die Mehrheit des Stadtrats vor allem mit seinen tiefen Kenntnissen der Trierer Kulturszene und seinen guten Kontakten in die Landesregierung. Neben der Kultur – und damit der millionenschweren Sanierung des Stadttheaters – wird Nöhl künftig schwerpunktmäßig verantwortlich sein für die Ressorts Tourismus und Weiterbildung. Der neue Kulturdezernent soll das Amt ebenfalls zum 1. Oktober antreten.

Unseren ausführlichen Bericht zur Sitzung und einen Kommentar zur Wahl lesen Sie am morgigen Samstag auf volksfreund.de