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Trier-Saarburg: Vorbereitungen für Corona-Impfungen in Altenheimen haben begonnen

Corona-Impfungen : Seniorenheime in Trier und Trier-Saarburg machen sich startklar für Impfungen

In den Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg haben die Vorbereitungen für die Corona-Impfungen begonnen: Die Einrichtungen sollen Patientenbögen vorbereiten und sich startklar melden.

Die Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sollen ab dem 27. Dezember von mobilen Impfteams, die das Land ausschickt, geimpft werden. Günther Schartz, Landrat im Kreis Trier-Saarburg, sagte am Donnerstagnachmittag, dass der Landkreis und die Stadt planen, die Impfteams des Landes mit eigenen Kräften zu unterstützen.

Landesweiter Impfbeginn in den Einrichtungen soll am Sonntag, 27. Dezember sein – sofern der Biontech-Impfstoff bis dahin die europäische Zulassung hat. Trier und Trier-Saarburg sind allerdings nicht zuerst an der Reihe: „Zuerst wird in den Regionen geimpft, die bei der Ansteckungsrate über dem Landesdurchschnitt liegen“, erläuterte Landrat Schartz. Landesweit habe der Inzidenzwert am Mittwoch bei 169 Infizierten pro 100 000 Einwohnern gelegen. Trier und der Kreis Trier-Saarburg liegen laut Mitteilung des Gesundheitsamts vom Donnerstag mit 129,2 (Landkreis) und 104 in der Stadt darunter. 

Thomas Müller, Pressesprecher des Gesundheitsamts, hatte am Donnerstag erklärt, dass er nicht davon ausgehe, dass in den Seniorenheimen in Trier und Trier-Saarburg noch zwischen den Jahren mit den Impfungen begonnen werden könne.

Testlauf: So läuft die Corona-Impfung beim Impfzentrum im Trierer Messepark

Nach dem Impfstart in den Einrichtungen könne der Impfbetrieb im Trierer Messepark aufgenommen werden, sagte Schartz. Dort sind Stadt und Landkreis für den Betrieb verantwortlich. „Wenn der Impfstoff rechtzeitig kommt, könnten ab Montag, 4. Januar, die ersten Impfungen in der Messehalle stattfinden“, schätzt Schartz. An der Reihe seien dann alle Menschen im Alter von 80 und mehr, die zu Hause wohnen. Die jeweiligen Impftermine würden den Menschen seitens des Landes mitgeteilt – entweder über eine Hotline, das Internet oder auch per Brief.

Wie alleinstehende ältere Menschen, die wenig mobil sind, aus den umliegenden Dörfern im Landkreis das Impfzentrum in Trier erreichen sollen, sei noch ein ungelöstes Problem, räumte Schartz im Gespräch mit dem TV ein. „Eventuell müssen wir uns da noch eine aufsuchende Strategie überlegen“, sagte der Landrat. Entweder mit mobilen Teams – sofern das Personal dafür da sei – oder mit Impfterminen etwa in Bürgersälen vor Ort in den Dörfern. „Wir setzen aber zunächst auf die Unterstützung der Familien, die ihre älteren Angehörigen in die Messeparkhalle zum Impftermin bringen können“, sagte Schartz.

Das Trierer Impfzentrum startet mit zwei Impfstraßen im Acht-Stunden-Betrieb. Mit Engpässen bei Personal und Betrieb rechnet Harald Michels, Chef des Gesundheitsamts, nicht. „Alles hängt davon ab, wie viel Impfstoff wir wann erhalten. Sofern ausreichend Impfstoff vorhanden ist, können wir von zwei auf bis zu 16 Impfstraßen aufstocken und zwischen 5000 bis 8000 Menschen pro Tag hier impfen.“

Trier-Saarburg: Vorbereitungen für Corona-Impfungen in Altenheimen haben begonnen
Foto: Christiane Wolff

Das Trierer Impfzentrum ist damit eins der größten der 31 Zentren landesweit.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So wird die Corona-Impfung im Trierer Messepark ablaufen