Trier: Sanierungspläne fürs Exhaus sollen bis März 2020 fertig sein

Jugendkultur : Exhaus Trier – Ein Zeitlimit für den Sanierungsplan

Die Grundlagen für die Entscheidung über die Zukunft des Jugendkulturzentrums Exhaus sollen im März 2020 vorliegen.

Wie viel Platz braucht der Kinderhort des Exhauses? Wo könnten Räume für die offene Kinder- und Jugendarbeit untergebracht werden? Und wie viele Büros werden benötigt, um etwa die Streetwork- und Jugendkulturarbeit zu organisieren? Auf diese Fragen sollen das Jugendamt, das städtische Amt für Gebäudewirtschaft und der Verein Exhaus in den nächsten Monaten gemeinsam Antworten finden. Insgesamt standen in dem riesigen, mittlerweile leer stehenden Exhaus-Gebäude rund 4400 Quadratmeter für Büros, Jugendräume und Veranstaltungsflächen zur Verfügung.

Das Raumprogramm soll die Grundlage sein, um die Generalsanierung des Jugendzentrums in Trier-Nord an den Bedürfnissen des Exhaus-Vereins ausrichten zu können. Bis Ende März 2020 sollen dann alle Unterlagen vorliegen, die zum Startschuss für die Sanierung notwendig sind. Diesem Vorgehen hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung auf Vorschlag der Stadtverwaltung zugestimmt.

Wie lange die umfassende und voraussichtilch mehrere Millionen Euro teure Generalsanierung des Barockgebäudes letztlich dauern wird, ist offen. Gerechnet werden muss aber mit mehreren Jahren Bauzeit.

Das Jugendkulturzentrum Exhaus war im Februar während laufender Sanierungsarbeiten wegen gravierender Bauschäden kurzfristig geschlossen worden. Der Hort wurde in das Gebäude der Ambrosius-Grundschule verlegt, und auch für die Konzerte, für die Mitarbeiter des Fanprojekts wurden Notbüros in der ehemaligen Geschwister-Scholl-Schule eingerichtet (der TV berichtete). Wann sie ins Exhaus zurückkehren können, ist unklar.

In dem große Barockgebäude an der Zurmaiener Straße hatten Jugendliche in den 1960ern zunächst auf eigene Faust Bandproberäume und Ateliers eingerichtet. Schnell entwickelte sich daraus ein Fixpunkt der Trierer Jugendkultur. Für die Zeit der Ausquartierung sollen die Kulturveranstaltungen des Exhauses – vorrangig Konzerte – in der alten Orangerie am Schießgraben stattfinden (der TV berichtete). Auch dafür hat der Stadtrat nun grünes Licht gegeben.

Ob und wie die städtischen Gebäude, die derzeit schon vom Kulturverein Villa Wuller genutzt werden, dafür umgebaut und hergerichtet werden müssen, will die Stadtverwaltung schnellstmöglich klären. „Ich bin in dem Gebäude noch nicht gewesen und kann so noch nicht sagen, was umgebaut werden muss. Aber die Idee der Umnutzung ist gut! Was es kostet, werden wir in wenigen Wochen wissen“, sagte Baudezernent Andreas Ludwig in der Sitzung des Stadtrats.

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