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Trier: Schultheater von Alexander Ourth: Draußen vor der Tür

Kultur : Schultheater in der Trierer Tufa: Draußen vor der Tür

Moderne Inszenierung mit Videoprojektionen auf eingehüllte Figuren. Schulvorstellungen im März an vielen Terminen.

Vor allem für alle Schulklassen ab der 9. Jahrgangsstufe inszeniert der Trierer Regisseur und ehemalige Esemble-Schauspieler am Theater Trier Alexander Ourth („Tschick“ 2015, „Werther“ 2014, Theater Trier und zahlreiche Produktionen des Kulturlabors Trier)  Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“. Das Nachkriegsdrama handelt von der existenziellen Not des jungen Kriegsheimkehrers Beckmann. Aufgewachsen im nationalsozialistischen Deutschland und nach Jahren an der Front findet der fünfundzwanzigjährige Protagonist nichts, an das er nach dem Krieg anknüpfen könnte. Er leidet unter seiner Schuld und fühlt sich von der Gesellschaft, die nichts mehr vom Krieg und damit auch von ihm wissen will, ausgeschlossen.

Das Stück wurde 1947 uraufgeführt – einen Tag nach Borcherts Tod. Dass es weder an Aktualität eingebüßt hat und die Sprache immer noch überwältigt, will Ourth mit seiner Inszenierung zeigen: Die zeitlosen Aspekte des Stücks werden mithilfe von stimmungsvollen Bildern und aktuellen Technologien in den Fokus genommen, um dem traumhaften Inhalt gerecht zu werden. Die professionellen Schauspieler – darunter die aus vielen Produktionen bekannten Trierer Stephan Vanecek, Sebastian Gasper und Elke Reiter – werden eingehüllt in spezielle, sehr dehnbare Stoffe und verwandeln sich so in abstrakte Objekte. Auf diese werden mit modernster Videotechnik Bilder projiziert. Die starken Allegorien des Dramas sollen so mit den Mitteln und Bildern der heutigen Zeit zugänglich gemacht werden.

Die Vormittagsvorstellungen finden statt am Montag, 11., Dienstag, 12., Mittwoch, 13., Donnerstag, 14. und Freitag, 15. März sowie am Montag, 18., Dienstag, 19., Mittwoch, 20. und Montag, 25. März, jeweils um 10 Uhr im Großen Saal der Trierer Tufa. Die einzige Abendvorstellung ist am Dienstag, 19. März, 20 Uhr.

Infos und Karten: E-Mail elke.reiter@kulturlabor-trier.de oder Telefon 0651/69953043.