Trier: Sinti-Familie Reinhardt muss nicht umziehen

Stadtentwicklung : Sinti-Familie aus Trier muss nicht umziehen

Die Sinti-Familie Reinhardt darf in ihrem Haus in der Riverissiedlung am Grüneberg wohnen bleiben. Das betonte Sozialdezernentin Elvira Garbes bei der jüngsten Stadtratssitzung. Es stehe fest, „dass wir die Familie Reinhardt definitiv nicht zwangsumsiedeln werden“, betonte die Sozialdezernentin.

Hintergrund war die Berichterstattung des Trierischen Volksfreunds über die Zukunft der Riverissiedlung, in der noch rund 40 Sinti in zwei Familienverbänden wohnen. Die Stadt plant auf dem Gelände den Bau eines so genannten technischen Rathauses. In diesem sollen das Stadtplanungsamt, das Amt für Bodenmanagement und Geoinformation, das Amt für Bauen, Umwelt und Denkmalpflege sowie die Gebäudewirtschaft Trier – alles Abteilungen der Stadtverwaltung – zusammengelegt werden. Die in den 1960ern gebaute Riverissiedlung soll dafür weichen.

Die Stadtverwaltung hatte dazu erklärt, dass man sich mit den Bewohnern auf einen Umzug „einvernehmlich verständigt“ habe. Der Ersatzbau für die Sinti-Familien soll auf der Grünfläche vor der ehemaligen Kürenzer Sporthalle am Grüneberg errichtet werden. Die sechsköpfige Familie Reinhardt hatte daraufhin gegenüber dem TV erklärt, nicht aus ihrer Wohnung im Grünen in einen großen Wohnblock umziehen zu wollen und nicht in die Pläne der Stadt eingewilligt zu haben. „Wir sind mit der Familie in sehr engem Austausch darüber, wie es weitergeht“, sagte Garbes in der Ratssitzung.

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