Trier soll an seinen Parkplätzen mehr verdienen

Trier · Die Stadt Trier soll mehr Geld aus ihren Parkflächen herausholen - das hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) bereits vor einem Jahr gefordert. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Ein Ingenieurbüro hat die Situation analysiert.

 Auch die Parkhäuser sollen Bestandteil eines Parkraumkonzepts werden. TV-Foto: Archiv/Roland Morgen

Auch die Parkhäuser sollen Bestandteil eines Parkraumkonzepts werden. TV-Foto: Archiv/Roland Morgen

(jp) Der Arbeitskreis Parken hat keine leichte Aufgabe. Seine Mitglieder, die aus Verwaltung, Stadtrat und weiteren Institutionen stammen, sollen grundsätzlich Ordnung in die Gebührenstrukturen in der Innenstadt bringen. Ein neues Parkraumkonzept ist das Ziel - dieses Stichwort tauchte auch im Zielkatalog der Ampel-Koalition im Oktober 2009 auf.

Gerade hat der Arbeitskreis wieder getagt. Das verrät Thomas Albrecht, Staatsanwalt und CDU-Fraktionsvize im Stadtrat. Er sitzt offenbar drin. "Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion hat schon vor einem Jahr anlässlich der Verabschiedung des Haushalts gefordert, die Parkgebühren in Trier zu erhöhen", so Albrecht. Zwei große Ziele: Ordnung in die Gebührenstrukturen bringen und gleichzeitig aus den eigenen Parkflächen mehr Geld rausquetschen. "Wir kommen nicht so recht weiter", räumt Albrecht ein.

Ein Ingenieurbüro hat die Situation analysiert und dem Arbeitskreis das Ergebnis vorgestellt, verrät der Christdemokrat. Das Ergebnis: Die Parkflächen unter freiem Himmel in der Innenstadt sollen nur noch Kurzzeitparkern offenstehen. In direkter Nähe des Einzelhandels, Beispiel Neustraße, sollen 30, ohne Einzelhandel 60 Minuten das Maximum sein. "Wer länger in der Innenstadt parken will, soll in die Parkhäuser fahren oder sein Auto auf speziellen Parkanlagen abstellen", sagt Albrecht. Anwohnerparken sei davon natürlich ausgenommen. "Insgesamt soll das Parken in Trier von einem einheitlichen Konzept geregelt werden, das auch die Parkhäuser miteinschließt."

Interessanter als die maximale Verweildauer sind die Parkgebühren. Wird Parken in Trier teurer? "Hier wagt man sich noch nicht heran", sagt Albrecht. "Aber dieser Frage werden sich Arbeitskreis und Stadtrat bald stellen müssen. Die Zeit drängt." Auf der Tagesordnung der nächsten Stadtratsitzung am 25. Februar ist das Thema Parken in der Innenstadt jedenfalls noch nicht zu finden.

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