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Trier: Stadt und Polizei stoppen nicht angemeldete Corona Demo

Pandemie : Stadt und Polizei stoppen nicht angemeldete Corona-Demo in Trier

Etwa 100 Menschen sammelten sich am Montagabend auf dem Vorplatz der Porta Nigra. Die Gruppe gab sich als „Corona-Maßnahmen-Kritiker“ zu erkennen. Als sie trotz Verbot versuchte, durch die Fußgängerzone zu ziehen, musste die Polizei eingreifen.

Eine größere Ansammlung von rund 100 Personen hat sich am Montag gegen 18.30 Uhr auf dem Porta-Nigra Vorplatz versammelt. Die Gruppierung gab sich laut Aussage der Polizei als Corona-Maßnahmen-Kritiker zu erkennen und beabsichtigte, einen Aufzug durch die Fußgängerzone durchzuführen. Eine solche Demonstration war nach Aussage von Polizeisprecher Uwe Konz zuvor angemeldet, aber dann wieder abgesagt worden.

Polizei muss nach unkooperativem Verhalten einschreiten

Als die Polizei versuchte zu erklären, wieso der Aufzug nicht möglich sei, habe sich die Gruppe unkooperativ gezeigt und weiter auf ihr Vorhaben beharrt.

Mehrfache Versuche, geschlossen über Nebenstraßen in die Fußgängerzone zu gelangen, konnten durch schnelles und konsequentes Einschreiten der Beamten verhindert werden, was im Ergebnis auch zur Auflösung der Ansammlung führte.

Wieso die Ansammlung der Gruppe nicht erlaubt war

Die Polizei erklärt: Der nicht angemeldete Aufzug konnte in enger Abstimmung mit der Versammlungsbehörde der Stadt Trier aufgrund der aktuell hohen Inzidenzwerte (auch im Stadtgebiet Trier sowie im Trierer Umland), der Personendichte in der Fußgängerzone zu den Geschäftszeiten und den Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes sowie der fehlenden Kooperationsbereitschaft nicht zugelassen werden – vor allem aus Gründen des Gesundheitsschutzes und den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Im Zuge der polizeilichen Einsatzmaßnahmen wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen und Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Wie die Polizei sich auf mehr Protest vorbereitet

„Die Polizei wird in den kommenden Tagen die Situation in der Trierer Innenstadt im Auge behalten“, sagt Polizeisprecher Uwe Konz auf Anfrage unserer Redaktion. Er rechne mit zunehmenden Anspannungen und Kritik an den Corona-Einschränkungen. „Wegen des Weihnachtsmarkts sind unsere Beamten personell bereits stärker präsent. Wir werden das Ordnungsamt auch weiterhin bei der Kontrolle der Einhaltung der Corona-Maßnahmen unterstützen.“