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Trier und Trier-Saarburg suchen Wohnraum für Flüchtlinge aus der Ukraine

Ukraine-Flüchtlinge : Stadt Trier und Landkreis Trier-Saarburg suchen Wohnraum für Ukraine-Flüchtlinge

Die Stadt Trier und auch der Landkreis Trier-Saarburg treffen aufgrund des Krieges in der Ukraine derzeit Vorbereitung für die Aufnahme von Geflüchteten. Dabei setzen die Verwaltungen auch auf private, humanitäre Hilfe.

Der vom Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe in der Verwaltung eingerichtete ämterübergreifende Stab geht davon aus, dass sowohl über private Kontakte als auch über offizielle Wege durch Bund und Land möglicherweise kurzfristig zahlreiche Menschen aufgenommen werden müssen. Die Verwaltung richtet deshalb in einem Gebäude der Jägerkaserne, das ohnehin noch zur Flüchtlingsunterbringung genutzt wird, weitere Räume zur Aufnahme ein. Auch andere Wohngebäude in städtischem Besitz werden hergerichtet, um Menschen möglichst nicht in Sammelunterkünften unterbringen zu müssen.

Stadt Trier sucht Wohnraum für Flüchtlinge

Die Verwaltung geht allerdings davon aus, dass dies möglicherweise nicht reichen wird. Deshalb sucht die Verwaltung ab sofort Menschen, die Wohnraum in Trier zur Verfügung stellen können. Das können beispielsweise leerstehende Einliegerwohnungen sein, Häuser oder Ferienwohnungen. Denkbar ist auch, Zimmer als Mitwohngelegenheit anzubieten, also Flüchtlinge im eigenen Haushalt aufzunehmen.

Alle eingehenden Angebote werden vom Amt für Soziales und Wohnen gesammelt und geprüft, um für den Eventualfall vorbereitet zu sein. Für Bürgerinnen und Bürger, die Wohnraum in der Stadt Trier anbieten können, ist ein Online-Formular auf der Internetseite www.trier.de/helfen eingerichtet worden. Bitte geben Sie dort zunächst Ihre Daten ein. Sie erhalten dann in den nächsten Tagen in jedem Fall einen Rückruf aus dem Amt für Soziales und Wohnen.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe sagt: „Schon 2015/2016 haben wir in Trier gemeinsam Mitmenschlichkeit gezeigt und die Herausforderung mit den vielen Menschen auf der Flucht gemeistert. Ich bin sicher, das wird auch bei den anstehenden Aufgaben wieder gelingen. Ich danke allen, die jetzt schon Menschen unkompliziert aufgenommen haben oder sich bei Hilfsaktionen engagieren. Trier steht zusammen und zeigt Solidarität mit den Opfern dieses Krieges.“

Kreis Trier-Saarburg sucht Wohnraum für Flüchtlinge

Auch der Kreis Trier-Saarburg rechnet damit, dass viele Flüchtlinge hier bei uns Hilfe suchen. Das Land Rheinland-Pfalz hat die Landkreise, Städte und Kommunen gebeten, freien Wohnraum zu erfassen, um ankommende Menschen schnell unterbringen zu können. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, erreichen die Gemeinden. Bereits jetzt Angebote von Privatpersonen, die Wohnungen für Schutzsuchende aus der Ukraine bereitstellen möchten. Verbandsgemeinden und Landkreis bündeln diese Angebote, damit bedarfsgerecht Wohnraum zugewiesen werden kann.

Wer Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, kann sich ab sofort an die jeweilige Verbandsgemeindeverwaltung wenden:

  • Verbandsgemeinde Ruwer: E-Mail Fluechtlingshilfe@ruwer.de, Telefon 06500/918-009 oder -010
  • Verbandsgemeinde Schweich: E-Mail unterkunft@schweich.de, Telefon 06502/407-300
  • Verbandsgemeinde Trier-Land: E-Mail ukraine@trier-land.de, Telefon 0651/9798-15
  • Verbandsgemeinde Hermeskeil: Mail: t.mertz@hermeskeil.de oder s.zimmer@hermeskeil.de, Telefon: 06503-809-101 oder -113
  • Verbandsgemeinde Konz: E-Mail: ukrainehilfe@konz.de, Telefon: 06501-83-195 oder -19
  • Verbandsgemeinde Saarburg-Kell: Mail: pressesprecher@saarburg-kell.de, Telefon: 06581-81-119

Hinsichtlich der Betreuung vor Ort stehe die Kreisverwaltung bereits jetzt im engen Austausch mit den regionalen Hilfsorganisationen. Neben Wohnraum werden sicher auch Personen mit ukrainischen Sprachkenntnissen benötigt. Wer hier helfen kann, wende sich bitte ebenfalls an die oben genannten Verbandsgemeindeverwaltungen.