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Trier: Ursache für Corona-Ausbruch in Reha-Zentrum weiter ungeklärt

Pandemie : Ursache für Corona-Ausbruch in Reha-Zentrum ungeklärt

Was war der Grund für 20 Sars-Cov2-Infektionen Mitte Juli im und im Umfeld des Reha-Zentrums ZAR in der Trierer Metternichstraße? Dieser Frage geht das Trierer Ordnungsamt weiterhin nach.

Das Ergebnis der Untersuchung liege noch nicht vor, erklärte Rathauspressesprecher Michael Schmitz am Donnerstag auf TV-Nachfrage.

Das Ordnungsamt hatte Ermittlungen aufgenommen, weil der „Anfangsverdacht, dass gegen Hygienebestimmungen verstoßen wurde, insbesondere gegen die Abstandsregeln und die Maskenpflicht durch Personal“, vorliege, wie Triers Ordnungsdezernent Thomas Schmitt zuvor auf TV-Nachfrage bestätigt hatte. Mehrere Patienten und Mitarbeiter – darunter auch ein Arzt – des Reha-Zentrums hatten sich mit dem Sars-CoV2-Erreger infiziert.

Das ZAR war daraufhin für zwei Wochen geschlossen worden. Nach TV-Informationen soll einer der Ärzte zumindest zeitweise ohne Mund-Nasen-Schutz praktiziert haben. Der Mediziner soll zuvor an einer Teamsitzung teilgenommen haben, bei der die Teilnehmer ebenfalls keine Masken getragen haben. Mehrere Mitarbeiter dieser Sitzung gehörten zu den Infizierten.

Die Reha-Einrichtung hatte bestritten, bei der Umsetzung ihres Corona-Hygienekonzepts nachlässig gewesen zu sein.

Dass die Analyse der Infektionsketten noch nicht abgeschlossen sei, liege auch daran, dass „zahlreiche Beteiligte zunächst angehört werden müssen – Betreiber, Personal, ein Teil der Patienten – von denen sich viele zeitweise in Quarantäne befunden haben“, erklärt Rathaussprecher Michael Schmitz am Donnerstag.