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Trier: Verkehrskontrollen in der Region wegen Drogen, Alkohol, Müdigkeit

Rheinland-Pfalz : Polizei kontrolliert die Fahrtüchtigkeit von Autofahrern in der Region

Müdigkeit, Alkohol am Steuer, psychischer Stress: Viele Unfälle passieren, weil Autofahrer nicht fahrtüchtig sind. Die Polizei in der Region kontrolliert deshalb am heutigen Donnerstag vermehrt die Fahrtüchtigkeit der Fahrer – und will so auf das Problem aufmerksam machen.

Die Polizei in der Region Trier kontrolliert am heutigen Donnerstag Autofahrer auf ihre Fahrtüchtigkeit. Damit beteiligen sich die Dienststellen des Polizeipräsidiums Trier an einem landesweiten Aktionstag der Polizei in Rheinland-Pfalz.

Feste Kontrollstellen und mobile Einsatzteams

Die Beamten richten dazu feste Kontrollstellen in der Region Trier ein. Daneben sind die Polizisten auch in mobilen Teams unterwegs, um zu überprüfen, wie fahrtüchtig die Autofahrer in der Region Trier auf den Straßen unterwegs sind. Neben Polizisten in Uniform beteiligen sich auch zivile Ermittler an den Kontrollen. Mögliche Verstöße sollen laut Polizei konsequent verfolgt werden.

Der Polizei geht es aber auch darum, während der Kontrollen aufklärende Gespräche mit den Autofahrern zu führen. So soll das Thema Fahrtüchtigkeit den Fahrern präventiv näher gebracht werden.

Dazu informieren auch Mitarbeitende der „Zentralen Prävention“ des Polizeipräsidiums in einer Infoveranstaltung in der Trier-Galerie (Fleischstraße 62): Interessierte Bürger können dazu ab 12 Uhr einen interaktiven Infostand zum Mitmachen besuchen.

Fahrtüchtigkeit: Nicht nur Alkohol und Drogen sind ein Problem

Was meint Fahrtüchtigkeit eigentlich? Es geht darum, ob ein Autofahrer während der Fahrt konkret in der Lage ist, den Wagen sicher zu führen. Den meisten Menschen fällt dabei vor allem Drogenkonsum oder Alkoholgenuss ein, welche die Fahrtüchtigkeit negativ beeinflussen. Bekannt ist auch, dass sich manche Medikamente negativ auf die Fahrsicherheit auswirken können.

Laut Polizei unterschätzen aber viele Menschen, dass Müdigkeit, körperliche Gebrechen oder psychische Ausnahmesituationen die Unfallgefahr bei Autofahrern steigern. Auch schlechtes Sehen oder Hören können schneller zu Unfällen führen.

Unfallstatistik 2021: Viele Unfälle wegen Alkohol, Drogen oder Medikamenten in RLP

Dass Kontrolltage dieser Art notwendig sind, begründet die Polizei auch mit einem Blick in die Unfallstatistik. So weist die Unfallstatistik 2021 für Rheinland-Pfalz insgesamt 2239 Verkehrsunfälle aus, die mit Alkohol, Drogen und Medikamenten zusammenhängen. Immerhin 849 zusätzliche Unfälle waren jedoch darauf zurückzuführen, dass die Autofahrer übermüdet waren oder sonstige körperliche oder geistige Beschwerden hatten. Dabei verloren zehn Menschen bei diesen Unfällen ihr Leben.

Auch in der Region Trier viele Unfälle

In der Region Trier waren im Jahr 2021 insgesamt 575 Verkehrsunfällen auf mangelnde Fahrtüchtigkeit zurückzuführen. Davon standen 357 Unfälle mit Alkoholeinfluss im Zusammenhang und bei 91 Unfällen lagen körperliche oder geistige Mängel vor. Wegen Übermüdung kam es zu 59 Unfällen. 54 Unfälle gehen zudem auf Kosten von Drogenbeeinflussung, sowie 14 auf die Einnahme von Medikamenten. Dabei wurden 82 Menschen zum Teil schwer verletzt.

Die Polizeibehörden der Länder führen seit 2018 länderübergreifend Aktions- und Kontrolltage zu ausgewählten Schwerpunktthemen durch. Das Motto des diesjährigen Aktionstages lautet „Fahrtüchtigkeit im Blick“.