Trier walzert
Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier bilden die "QuattroPole". Vier Städte - ein Europa: Unter diesem Leitgedanken stand der achte Trie-rer "Ball der Nationen". Mehrere hundert Gäste nahmen daran teil.
Trier. Allen Unkenrufen zum Trotz: Trier tanzt gerne, mitunter sogar leidenschaftlich, auf jeden Fall ausgiebig und in allen Variationen. Den Beweis für diese These lieferte die stets volle Tanzfläche am Samstag beim achten Ball der Nationen in den Festsälen der Universität Trier mit einigen hundert Gästen. Selbst der Besuch von CSU-Rebellin Gabriele Pauly beim zeitgleichen Fest der Römischen Weinstraße in Schweich vermochte daran nichts zu ändern. Plädoyer für Europa
Nach einem Marsch, einer Quadrille und einem Wiener Walzer, dargeboten von "Helma Werner Dancer" aus Luxemburg hieß es - angelehnt an den Wiener Opernball - "Alles Walzer!", und ein begeistertes, tanzmäßig offensichtlich ausgemergeltes Publikum eroberte sogleich die Tanzfläche, um kräftig mitzumischen. Moderator Anton V. Wyrobisch wollte den Gästen, stellvertretend für die elf veranstaltenden deutsch-internationalen Gesellschaften, das Motto QuattroPole ans Herz legen. "Möge das positive Miteinander Modell und Ansporn sein, sich mit Weltoffenheit, Respekt und Toleranz für eine Kultur des Dialogs einzusetzen." Bis weit nach Mitternacht war eigenes Tanzen angesagt, zwischendurch nur unterbrochen von ansprechender Unterhaltung ("Prima Dona", "QuattroPole-Ensemble", "Ballettschule Birgit Müller", Trio "Favari"), damit die Tänzerinnen und Tänzer auch mal Luft holen konnten. Zum ersten Mal steuerte Kernbach's Salon Orchester aus Trier die Musik bei, Musik, die sehr gut gefiel. Der nächste Ball der Nationen kommt laut Anton V. Wyrobisch bestimmt, mit einem ausgesuchten Land als Schwerpunktthema: Am 26. April oder 2. Mai 2008.