Trier wirbt um Modellprojekt für die Pflege kranker Kinder

Trier : Trier wirbt um Modellprojekt für die Pflege kranker Kinder

Die ambulante Pflege schwerkranker Kinder steckt in einer Sackgasse. Fachkräftemangel, unzureichende gesetzliche Regelungen und bürokratische Hürden machen Pflegediensten und betroffenen Familien das Leben schwer.

Mit einem neuen, zweijährigen Modellprojekt will die Landesregierung Wege finden, wie eine bessere Versorgung erreicht werden kann.

Nach Aussage von Kathrin Anklam-Trapp, gesundheitspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, könnte der Verein Nestwärme Trier mit der Erarbeitung dieses integrierten pädiatrischen Versorgungsmodells beauftragt werden. „Ich würde das sehr gerne nach Trier bringen“, sagte die Politikerin bei dem prominent besetzten Symposium „Quo Vadis Kinderkrankenpflege“. Das Projekt mit einem Fördervolumen von 150 000 bis 190 000 Euro soll wissenschaftlich begleitet werden.

Auch Erwin Rüddel (CDU), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, hat zugesagt, neue Wege in der ambulanten Kinderkrankenpflege zu diskutieren, um die Situation für die betroffenen Familien zu verbessern. Er setze dabei auch auf die Digitalisierung. Für die Betreuung der schwerkranken Kinder wird hochqualifiziertes Pflegepersonal benötigt. Besonders in der Region nahe Luxemburg ist die Fachkräftesituation dramatisch. Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, sieht Zuwanderung als einzige Möglichkeit, die Situation zu verbessern.

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