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Trierer AG Frieden stellt Erfolgsbilanz vor

Mitgliederversammlung der Trierer AG Frieden : Freude über Mitgliederzuwachs und „links-alternatives Gesamtkunstwerk“

Ihre „Erfolgsbilanz“ präsentierte die Trierer Arbeitsgemeinschaft Frieden bei der jüngsten Mitgliederversammlung. Es gab Ehrungen, Verabschiedungen und einen freundlichen Willkommensempfang.

(red) „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.“ Mit diesen Worten des italienischen Dichters  Dante Alighieri charakterisierte das Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft  Frieden (AGF), Dorothee Böhr-Grundhöfer, den hauptamtlichen Referenten für Friedensarbeit, Markus Pflüger, der im Oktober 2001 – vor zwanzig Jahren – bei der Trierer Friedensorganisation anfing. Ihr Kollege Thomas Zuche sprach sogar von einem „links-alternativen Gesamtkunstwerk“, das Pflüger durch seine breiten Interessen, sein tiefes Engagement und seinen Lebensstil darstelle. Er sei seit zwei Jahrzehnten „das“ Gesicht der AGF in der Öffentlichkeit.

Verabschiedet wurde Mechthild Schüler, die seit zehn Jahren bei der AGF als Referentin für Organisation, Bildung und Weltladen gewirkt hatte. Neben Pflüger und Schüler wurden die scheidenden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Monika Metzler (Arbeitskreis „Trier im Nationalsozialismus“) – nach den Worten von Moderator Toni Schneider „eine Ikone der Recherche“ im Bereich jüdischer Familien- und Firmengeschichte in Trier – und Gertrud Schwarzenbarth geehrt, die den Arbeitskreis „Weltliteratur“ sechzehn Jahre koordiniert hatte. Mit Ariane Gliesche wurde eine neue Freiwillige im Ökologischen Jahr willkommen geheißen. Die Finanzierung ihrer Stelle teilen sich AGF und Naturschutzbund Deutschland (NABU). Diese Würdigungen waren ein Höhepunkt der Mitgliederversammlung der AGF, die im liebevoll dekorierten Bürgersaal des Bürgerhauses Trier-Nord stattfand. Toni Schneider erinnerte an den Namensgeber des Platzes vor dem Bürgerhaus, den Trierer Kommunisten und KZ-Überlebenden Hans Eiden. Er spielt in der Gedenkarbeit der AGF eine prominente Rolle.

Der siebenköpfige Vorstand verwies auf positive Entwicklungen im vergangenen Jahr: Die Zahl der Mitglieder stieg auf 283. Mit dem Arbeitskreis „Gendergerechtigkeit“ ist eine neue Gruppe hinzugekommen und erhöht die Zahl der Aktiven auf knapp 70. Zahlreiche Aktivitäten wurden vorgestellt, unter anderem von Maria Kronenberg, die mit vier Kolleginnen und Kollegen in der Gruppe „Neustart im Team“ (NeSt), die Aufnahme einer jungen Familie aus Eritrea vorangetrieben hatte.  Im Weltladen der AGF lag ein Schwerpunkt im Verkauf von Produkten, deren Wertschöpfung und Vermarktung zu einhundert Prozent vom jeweiligen Ursprungsland betrieben werden. Linda Feger ließ die Arbeit des siebenköpfigen Vorstands Revue passieren, der sich auch unter Coronabedingungen zweimal im Monat zur Leitung des gemeinnützigen Vereins trifft.